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Schlafen direkt unter der Kuppel

Von außen ist sie schon hübsch restauriert. Die Mühle in Gersdorf hat ihr rustikales Äußeres mit den groben Granitbrocken behalten. Doch auch von innen ist das Gebäude in der Region jetzt einzigartig. Ein besonderes Wohnerlebnis auf fünf Etagen wird Besitzer Matthias Hustig haben.

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Von Elisabeth Delitzscher

Von außen ist sie schon hübsch restauriert. Die Mühle in Gersdorf hat ihr rustikales Äußeres mit den groben Granitbrocken behalten. Doch auch von innen ist das Gebäude in der Region jetzt einzigartig. Ein besonderes Wohnerlebnis auf fünf Etagen wird Besitzer Matthias Hustig haben. „Die Decken habe ich extra eingezogen. Sie sind nun höher als ursprünglich“, sagt der 25-Jährige. Doch da kommen manchmal die Fenster in die Quere. „Optimal ist es jetzt noch nicht.“

Bei dem Umbau des alten Familienerbstücks ist der junge Gersdorfer an viele Bestimmungen gebunden. Schließlich ist die Mühle schon über 150 Jahre alt, wurde 1857 erstmals urkundlich erwähnt. Die Denkmalpflege hat ein Auge auf das Gebäude, das baugleich mit der Bischheimer Kulturmühle ist.

Auch von dem früheren Gebrauch der Mühle soll noch etwas zu sehen sein. „Im Erdgeschoss wird die Küche untergebracht“, erzählt ein Freund des Bauherren, René Opitz. „Dort haben wir noch das alte Mahlwerk gelassen, um welches vielleicht ein Tisch seinen Platz findet. Auch der alte Mühlstein könnte in diesem Raum untergebracht werden.“

Zum Obergeschoss und künftigen Wohnzimmer führt eine schmale Treppe. Darüber findet sich ein Kinderzimmer und das Bad. Im höchsten Stockwerk schließlich liegt das Schlafzimmer. Träumen unter der großen Kuppel des Daches – ein ganz besonderes Erlebnis, das für den 25-Jährigen hoffentlich schon in einem Jahr möglich wird. Trotz des Kinderzimmers vorerst allein. Man muss schließlich an die Zukunft denken, und als Büro macht sich das Zimmer sicher auch nicht schlecht.

Fantastischer Rundblick

„Wir geben uns Mühe, dieses Wohngebäude so schnell wie möglich bezugsfertig zu machen“, sagt er. Dabei sind sie schon gut vorangekommen. Die Wände stehen, noch unverputzt, aber die Raumaufteilung sei eines der schwierigsten Themen gewesen. Das Dach und die Außenfassade sind ebenfalls fertig. Auch, wenn der Bau noch ein wenig dauern wird. Einen fantastischen Rundumblick durch die acht Fenster in jedem der unteren Stockwerke kann man schon jetzt genießen.