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Schlammschlacht im Carolasee

Dank des bisher milden Winters schreiten die Arbeiten in der Grünanlage zügig voran. Bis zum Herbst ist aber noch viel zu tun.

© sächsische zeitung

Von Tobias Hoeflich

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Während sich Skater, Sonnenhungrige und Radfahrer größtenteils aus dem Großen Garten zurückgezogen haben, sind hier seit Herbst vor allem Bauarbeiter aktiv. Und das bisher fast ohne Pause: „Begünstigt durch den milden Winter laufen viele Bauarbeiten ohne Unterbrechung“, so Andrea Krieger, Sprecherin des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Reichlich 1,9 Millionen Euro investiert der Freistaat hier derzeit.

Die Parkeisenbahn: Gleise sollen bis Ostern saniert sein

Schon Ende Oktober verabschiedeten sich die Züge der Parkeisenbahn in die Winterruhe. Nur am ersten und zweiten Advent rollten sie als Sonderfahrten nochmals über die Gleise. Danach begannen die Bauarbeiten an dem letzten unsanierten Abschnitt zwischen dem Bahnhof Gläserne Manufaktur und Bahnhof Zoo.

Dafür stellt der Freistaat Sachsen rund 550 000 Euro bereit. „Der gesamte Oberbau der Gleistrasse wird erneuert und leicht in Lage und Höhe verändert“, so SIB-Sprecherin Krieger und ergänzt: „In den Wiesenflächen wird das Gleis als Rasengleis ausgebildet.“ Damit soll sich die Anlage bestmöglich in den Großen Garten einfügen. Ab Ostern soll die Parkeisenbahn wieder planmäßig ihre Runden drehen.

Der Carolasee: Wasserfontäne wird derzeit erneuert

Rund 135 000 Euro sind für die Arbeiten im und am Carolasee eingeplant. Ein Teil des Gewässers ist abgelassen und wird derzeit entschlammt. Parallel dazu werden östlich der Brücke zum Carolaschlößchen die Uferbereiche saniert. „Zurzeit werden die Ufermodellierungen vorgenommen.“ Die Wasserfontäne inmitten des Carolasees haben Fachleute indes bereits abmontiert, so Krieger weiter. Sie wird derzeit aufgearbeitet und soll im Frühjahr wieder Wasser in die Höhe spritzen. Wie die Sanierung der Gleise der Parkeisenbahn sollen auch die Arbeiten rund um den Carolasee bis Ostern geschafft sein.

Das Kanalsystem: Nach Entschlammung werden die Ufer saniert

Bereits im September vergangenen Jahres begann die Entschlammung des Kanals entlang der Stübelallee. Ebenso mussten die Uferbereiche erneuert werden. Das Hochwasser des Kaitzbachs 2013, aus dem das Wasser für den Kanal gespeist wird, hatte hier für Schäden gesorgt.

Auch der Neuteich nahe der Haltestelle Lipsiusstraße soll in den kommenden Wochen von überschüssigem Matsch befreit werden – nachdem das Kanalsystem erneuert wurde. Während des Baus haben sich dort zusätzliche Schäden gezeigt, die zu Beginn noch nicht ersichtlich waren: „Bei den Entschlammungsarbeiten wurde festgestellt, dass auch die Bauwerke am Kanal schadhaft sind und saniert werden müssen“, erläutert Krieger und verweist unter anderem auf die Lipsiusbrücke. 750 000 Euro kosten die Arbeiten am Neuteich und Kanalsystem – der größte Anteil im Budget. Voraussichtlich im Mai sollen sie abgeschlossen sein.

Der Mosaikbrunnen: Fundamente und Mosaike werden erneuert

Ein großer Aufwand ist für die Schadensbeseitigung am Mosaikbrunnen nötig. Dazu führte der SIB bereits vergangenes Jahr Untersuchungen durch. „Wir erstellen in Abstimmung mit dem Denkmalschutz ein Sanierungskonzept für das Bauwerk“, erklärt Krieger. Es ist 1926 zur Internationalen Gartenbauausstellung errichtet worden. Zunächst werden die Mosaike der unteren Brunnenschale gesichert. Sie wiesen zum Teil Risse auf. Auch die Stahlbeton-Konstruktion darunter sowie das Fundament sind schadhaft. Bis Oktober soll die Brunnenanlage rundum erneuert sein. Dafür sind 280 000 Euro eingeplant.

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