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Meißen

Schlechte fühlt sich verschaukelt

Der Stadtrat möchte Camper unterhalb der Albrechtsburg gern abkassieren. Doch plötzlich fehlt der versprochene Automat.

Wohnmobil-Stellplatz unterhalb der Albrechtsburg.
Wohnmobil-Stellplatz unterhalb der Albrechtsburg. © Claudia Hübschmann

Meißen. Es sind die kleinen Dinge, die den Praktiker Jörg Schlechte umtreiben. Mal sind es fehlende Hülsen für Weihnachtsbäume vor dem Theatereingang. Dann wieder stören den CDU-Stadtrat Fahrradständer mit zu scharfen Kanten. Manche betrachten ihn deshalb als Querulanten. Für andere trifft er mit seiner beständigen Kritik den Nagel auf den Kopf.

Ganz aktuell stört sich der Christdemokrat daran, dass auf dem Caravanstellplatz an der Elbe unterhalb der Albrechtsburg bereits seit Anfang des Jahres der Automat fehlt, an dem die Touristen die Gebühren für ihr Wohnmobil bezahlen sollen. „Mir wurde von der Verwaltung auf Nachfrage hin versichert, dass der Parkautomat im Bauhof eingelagert ist“, so Schlechte am Donnerstagnachmittag telefonisch gegenüber der Meißner SZ-Redaktion. Es fehle lediglich noch das entsprechende Kabel, um die Anlage fertig zu montieren.

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Bei einer Inspektion vor Ort musste der Stadtratskandidat unterdessen feststellen, dass der Anschluss mittlerweile vorhanden ist. „Jetzt wollte ich es aber genau wissen und den Automaten im Bauhof sehen“, sagt er. Dort habe er jedoch die überraschende Auskunft erhalten, dass dieser nicht – wie versprochen – im Lager steht. Vielmehr müsse die Technik noch geliefert werden. Jetzt fühlt Schlechte sich von der Verwaltung verschaukelt. Neben dem Verlust der Einnahmen regt ihn auf, dass private Anbieter von Caravanstellplätzen, wie zum Beispiel der Betreiber des Campingplatzes Rehbocktal, durch die aktuelle Situation Nachteile haben. „Das spricht sich ja schnell rum, und die Leute mit den Wohnmobilen halten dann lieber kostenlos in Meißen als dort“, so der CDUler.