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Schleifer Kultursommer bringt Kino aufs Land

Die Schleifer Pfarrscheune wird zum Kinosaal. Auch eine Ausstellung, Kabarett und Konzerte soll es bis September geben – wenn Corona es zulässt.

Mit einer Komödie mit Henry Hübchen öffnete das Scheunenkino in Schleife für diesen Sommer seine Pforten. Drei weitere Filmabende folgen noch.
Mit einer Komödie mit Henry Hübchen öffnete das Scheunenkino in Schleife für diesen Sommer seine Pforten. Drei weitere Filmabende folgen noch. © Jochim Rehle

Donnerstag ist Kinotag. Aber nicht nur in den großen Städten, wo am Donnerstag normalerweise die neuesten Blockbuster auf die Leinwand kommen. In Schleife wird im Juni die Pfarrscheune zum Kino. An vier Donnerstagen, jeweils ab 19.30 Uhr, kann man dort gemeinsam mit anderen Kinofreunden unterhaltsame Filme gucken. Möglich macht’s der Schleifer Kultursommer.

Nach einer Familienkomödie mit Henry Hübchen in der Vorwoche darf man sich an diesem Donnerstag auf Tragikomisches freuen. Dem folgen dann preisgekrönte Kurzfilme aus dem Filmland Sachsen sowie ein Kinderbuchklassiker als Familienfilm. Genaueres wird vorab nicht verraten. Das hat, wie Pfarrerin Jadwiga Mahling erklärt, rechtliche Gründe. Da die Filmvorführungen nicht kommerzieller Art sind, darf mit den Titeln auch nicht geworben werden. So bleibt es beim „Überraschungskino“. Noch dreimal wird dazu in die Pfarrscheune eingeladen.

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Nachdem der erste Kultursommer im vorigen Jahr „richtig gut gelaufen“ war, stand schnell fest, dass es 2020 eine Fortsetzung geben würde. An dem Vorhaben änderte sich auch nichts, als wegen Corona mehr und mehr Kultur abgesagt werden musste. Ganz im Gegenteil. Umso notwendiger erscheine es doch, Kultur aufs Land zu bringen, findet Pfarrerin Jadwiga Mahling. Sie hat den Hut für den Kultursommer auf. Der Anstoß dazu ist schnell erklärt. „Kirche ist von jeher ein Träger von Kultur und Kunst“, sagt sie. Das sei aber nicht nur im plastischen Sinne gemeint, also im Hinblick auf die Skulpturen in der Kirche oder aber in Bezug auf die Kirchenmusik. 

Im 21. Jahrhundert könne man darunter genausogut Kino und Konzerte verstehen. Insofern trage der Schleifer Kultursommer ein bisschen dazu bei, den Horizont zu erweitern. Vor allem aber sollen die Menschen unterhalten werden.„Kultur auf dem Lande“ ist dabei die große Überschrift. Das schließt neben den Kinoabenden ebenso Ausstellungen, Konzerte und Kabarett mit ein. 

All das findet selbstverständlich gemäß den Vorgaben zum Corona-Schutz statt. In die Pfarrscheune passen um die 50 Leute rein. Sie sei aber groß genug, um Hygieneforderungen und Abstandsregeln erfüllen zu können. Aber, so räumt Pfarrerin Jadwiga Mahling ein, wegen Corona seien die Planungen für den Kultursommer doch gehörig durcheinandergewirbelt worden. Das für Pfingstfreitag vorgesehene Konzert musste gestrichen werden. Da sei man dabei, einen Ersatz zu organisieren. Für August ist Kabarett geplant. Außerdem soll es noch eine Ausstellung mit Arbeiten von Daniela Schur geben. Die gebürtige Mühlroserin, die jetzt im Westen Deutschlands lebt, wird sich unter dem Titel „Leuchttürme“ in der alten Heimat vorstellen. 

Das passe doch bestens in einen Kultursommer, ist Jadwiga Mahling überzeugt und freut sich schon darauf. Leider könne sie zu den Terminen der weiteren Veranstaltungen bis in den September hinein noch nichts Genaues sagen. Sie hoffe sehr, dass Corona nicht auch noch die Ideen dafür platzen lässt.Der Eintritt zu allen Veranstaltungen des Schleifer Kultursommers ist frei, um die Teilnahme vielen Menschen zu ermöglichen. Wer möchte, darf sich aber gern mit einem Obolus erkenntlich zeigen.

Überraschungskino am 11., 18. und 25. Juni jeweils ab 19.30 Uhr in der Pfarrscheune Schleife.

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