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Schleißberg- Baude hat neue Besitzerin

Bei der Auktion der Baude erhielt eine Bretnigerin den Zuschlag. Sie hat viel vor.

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Die Ohorner Schleißbergbaude hat mit Manuela Schöne aus Bretnig-Hauswalde eine neue Besitzerin. Die junge Frau ersteigerte das Objekt vergangenen Freitag beim Auktionshaus Deutsche Grundstücksauktionen AG in Berlin für 83000 Euro. Das Mindestgebot hatte bei 49000 Euro gelegen. Die Gemeinde Ohorn musste sich vom Wahrzeichen trennen, da sie für den Erhalt der Baude finanziell nicht mehr aufkommen konnte. Nach dem Besitzerwechsel wird die 1936 erbaute Schleißbergbaude nun für den rein privaten Gebrauch umgebaut. Zunächst müsse der bauliche Zustand genau unter die Lupe genommen werden, um den Modernisierungsbedarf zu ermitteln, sagte Manuela Schöne gestern gegenüber der SZ. Danach sollen die Arbeiten recht zügig beginnen. Entstehen sollen zwei Privat- und zwei Ferienwohnungen. Damit kommen auf die junge Frau und ihre Familie eine Menge Arbeit und hohe Kosten zu. Diese waren es, die potenzielle Investoren immer wieder abschreckten. Neben Manuela Schöne gab es vor Ort einen weiteren Interessenten, weitere boten am Telefon mit. Mit Erscheinen des Objektes im Katalog des Auktionshauses hatte die Baude in den vergangenen Wochen noch einmal einen regelrechten Ansturm an Gästen erlebt. Gut 15 Interessenten waren gekommen, um die ehemalige Jugendherberge zu besichtigen. Auch Manuela Schöne und ihr Partner schauten sich vor der Versteigerung im Gebäude um.

Bei der Auktion dabei war auch der Ohorner Bürgermeister Frank Jäger. Er ist mit dem Ergebnis zufrieden. „Ich bin froh, dass der Käufer aus der Region kommt und kein Spekulant ist“, sagte er gestern auf SZ-Nachfrage. Auch mit dem erzielten Preis sei er zufrieden. Mit der Versteigerung ist das Kapitel Schleißbergbaude für die Gemeinde erledigt. In der Versteigerung hatte Ohorn die letzte Chance gesehen, sie vor dem Verfall zu bewahren. Dies scheint geglückt. (cb)