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Schlesisches Museum startet Filmreihe

Sie hat das östliche Europa im deutschen Film zum Thema. Ein Defa-Film macht den Anfang.

Ab dem 1. Februar, 19 Uhr, zeigt das Kino im Schönhof in einer Reihe sechs Spiel- und Dokumentarfilme zum Thema „Das östliche Europa im deutschen Film“. Den Auftakt bildet der Defa-Film „Der Aufenthalt“ von Frank Beyer aus dem Jahr 1983, der auf dem gleichnamigen Roman von Hermann Kant basiert. Das Drehbuch von Wolfgang Kohlhaase und die künstlerische Darstellung bestechen durch psychologische Genauigkeit und Prägnanz, so das überaus positive Urteil in beiden deutschen Staaten. Der Film war als aussichtsreicher DDR-Beitrag für die „Berlinale“ im Februar 1983 in West-Berlin vorgesehen und musste auf Intervention der polnischen Regierung zurückgezogen werden.

Die Hauptfigur, der junge Soldat Mark Niebuhr, wird bei Kriegsende irrtümlicherweise der Teilnahme an Erschießungen in Polen bezichtigt und inhaftiert. Er durchlebt Ungewissheit und Angst gegenüber den polnischen Untersuchungsoffizieren, aber auch gegenüber den eigenen Mithäftlingen, NS-Kriegsverbrechern. Niebuhr, der sich innerlich vom Nationalsozialismus zu lösen versucht, wird bewusst, welche Art von Gerechtigkeit ihm wohl widerfahren wird. Die Gewissheit individueller Unschuld ermöglicht das Bewusstsein moralisch-historischer Mitschuld. (SZ)

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Weitere Termine: 15. Februar, Dokumentarfilm „Die Söhne“ von Volker Koepp und 7. März, Spielfilm „Die Kindheit“ von Siegfried Kühn; Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 3,50 Euro; Ort: Schlesisches Museum, Eingang Fischmarkt 5