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Schleusen für Schüler und Elterntaxis

Mit 52 Jugendlichen hat der Betrieb an Leisnigs Oberschule begonnen. Für Grundschüler ändert sich die Verkehrsführung.

enn die ersten Grundschüler wieder in die Schule zurückdürfen, wird die Franciscus-Nagler-Straße in Leisnig - wie für die Zeit der Bauarbeiten auf dem Lindenplatz geplant - für den Autoverkehr geöffnet.
enn die ersten Grundschüler wieder in die Schule zurückdürfen, wird die Franciscus-Nagler-Straße in Leisnig - wie für die Zeit der Bauarbeiten auf dem Lindenplatz geplant - für den Autoverkehr geöffnet. © Norbert Millauer

Leisnig. Die Corona-Einschränkungen in den vergangenen Wochen hatten auch etwas Gutes. Die Bauarbeiter auf dem Lindenplatz konnten etwas zügiger vorankommen, als unter normalen Bedingungen mit Passanten, Schülern und Fahrzeugen im Umfeld. Das schätzen Bauamtsleiter Thomas Schröder und Uwe Dietrich vom Ordnungsamt ein.

Wie beide sagen, kommen die mit dem Lindenplatzbau angekündigten Änderungen bei der Verkehrsführung noch. Allerdings erst dann, wenn die ersten Grundschüler wieder in die Schule zurückdürfen. Das wird nach aktuellen Erkenntnissen im Mai der Fall sein, so Hauptamtsleiterin Silvia Diesmann.

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Dann werde, wie Uwe Dietrich sagt, auch der Teil der Franciscus-Nagler-Straße geöffnet, der für Kraftfahrer bislang tabu ist. Die Kommune gehe davon aus, dass dies vor allem jenen Eltern entgegenkommt, die ihre überwiegend jüngeren Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und/oder nachmittags abholen. „Bei den älteren Schülern sind Elterntaxis nicht mehr so ausgeprägt“, meint Dietrich.

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Was Eltern beachten sollten, ist eine Art kleiner Ringverkehr. Die Einfahrt zur Straße zwischen den Schulen muss über die Rosa-Luxemburg- und Karl-Wagler-Straße erfolgen, die Ausfahrt über die Würkerstraße zurück auf die Chemnitzer Straße. Wer sich das ersparen will, kann sein Kind weiterhin auf dem Parkplatz „Alte Feuerwache“ rauslassen oder „aufsammeln“. Der Parkplatz soll so lange wie möglich nutzbar und befahrbar bleiben. „Mit Einschränkungen dort rechnen wir erst im Verlauf des Sommers“, so Thomas Schröder.

Klassen geteilt

Eine Art Einbahnstraßenregelungen gibt es wegen der Corona-Vorschriften jetzt auch in der Peter-Apian-Oberschule. Die durfte am Mittwoch zum ersten Mal für die 52 Neunt- und Zehntklässler öffnen, denen die Prüfungen bevorstehen. Eine Art Prüfung für alle ist es schon, die Hygienevorschriften einzuhalten. Schulleiterin Kristin Dorias-Thomas spricht von einem Drei-Schleusen-System. „Über das Hoftor werden die Schüler eingelassen, dort ihr Gesundheitszustand erfasst“, erzählt sie. „Danach werden die Hygiene-Regeln wiederholt und angewendet. Über einen Desinfektionsraum geht es dann in die Klassenzimmer.“

Das sind im Moment die fünf größten Zimmer der Schule, verteilt über drei Etagen. Bis maximal zwölf Schüler erledigen ihre Prüfungsvorbereitungen gemeinsam. Die Abstandsregelungen auf den Schulhöfen einzuhalten, klappt nach Angaben der Schulleiterin prima: „Wir haben ja zwei davon.“

In Vorbereitung auf die Wiederaufnahme des Schulbetriebes haben die Lehrer zwei Tage lang „gepaukt“, und zwar wie die Hygiene-Regeln aussehen, wer wann etwas beachten muss. So ist es der Hauptamtsleiterin zufolge in der Regel nicht notwendig, dass Schüler und Lehrer Mund und Nase verhüllen.

Anders sieht das aus, wenn etwas am Tisch erklärt oder experimentiert werden muss. Die Schutzutensilien haben die Schüler Silvia Diesmann zufolge am Mittwoch ausgehändigt bekommen.

Kontrolle in Schulbussen

Uwe Dietrich rät dringend, dass die Schüler diesen Schutz in den Schulbussen auch benutzen. „Unsere Vollzugsbedienstete und der Bürgerpolizist kontrollieren das“, kündigt der Mann vom Ordnungsamt an. Er bittet die Eltern, dass auch sie darauf achten, dass ihre Kinder die Masken tragen. „Denn in den Schulbussen kann der Mindestabstand unmöglich eingehalten werden“, begründet Dietrich.

Als Schulträger hat die Stadtverwaltung Leisnig vor Schulbeginn unter anderem dafür Sorge getragen, dass ausreichend Spender mit Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen, Laufwege gekennzeichnet sind und Toiletten häufiger gereinigt werden, als das im normalen Turnus der Fall ist.

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