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Schlimmste Gefahr gebannt, aber der Müll bleibt

Die Glaser-Scheune in Prüfern bleibt weiterhin ein gefährlicher Abenteuerspielplatz. Nur die Gasflaschen wurden entfernt.

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Von Sylvia Mende

Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Das ist das Ergebnis der Ortsbesichtigung von Mitarbeitern des Bauordnungsamtes und der Umweltbehörde des Landkreises. Sie schauten sich die Scheune in Prüfern Nummer 18 an. Gemeinderätin Ingrid Ernst hatte zur Ratssitzung auf den Zustand der Scheune und die Gefahr, die durch deren Inventar ausgeht, aufmerksam gemacht (DA berichtete).

Durch das große Holztor kann jeder in das zum Teil eingefallene Gebäude gelangen. Für viele Kinder des Ortes und ihre Freunde von außerhalb ist die verfallene Scheune ein Abenteuerspielplatz. Im vorderen Teil stand eine Propangasflasche herum. Was sich in dem Fass daneben befand, war nicht zu erkennen. Kanister waren wahrscheinlich ausgelaufen. Große dunkle Flecken und ein entsprechender Geruch ließen das vermuten.

„In Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung Mochau wurden inzwischen acht Flüssiggasflaschen weggeräumt und ordnungsgemäß entsorgt. Die Entsorgung von einigen wenigen kleinen Behältnissen mit unbekannten Flüssigkeiten ist auch erfolgt. Damit sind dann die gefährlichen Abfälle entfernt“, teilte die Pressereferentin des Landratsamtes Cornelia Kluge mit.

Doch mehr geht vorerst nicht. „Das Bauordnungsrecht verlangt, dass das Handeln des Eigentümers, spätestens nach entsprechender behördlicher Aufforderung, Vorrang hat“, so die Pressereferentin. Derzeit werde der Eigentümer ermittelt. „Danach sind weitere Schritte zur Entschärfung der Gefahrensituation einzuleiten“, so Cornelia Kluge.

Gemeinderätin Ingrid Ernst ging es vorerst um die Beseitigung der Gefahr, die von den Behältern ausging. Trotzdem bleibt die Scheune ein Ort, wo viel passieren kann, da die Kinder weiterhin ungehindert dort spielen können. Überall liegen Holzteile und Scherben. In der riesigen Scheunenhalle, deren Dach zum großen Teil fehlt, lagern Hunderte oder gar Tausende Holz- und Pappkisten. „Der ehemalige Eigentümer hat nicht nur mit Autos, sondern auch mit Obst und Gemüse gehandelt. Daher scheinen die Kisten zu stammen“, so Ingrid Ernst. Sie hat nicht nur Bedenken, dass Kindern hier etwas passieren könnte. „Sollte hier einmal ein Feuer ausbrechen, können die Kameraden das Gebäude nur abbrennen lassen“, so die Gemeinderätin. Auch der schlechte bauliche Zustand der Scheune lasse befürchten, dass hier bald etwas zusammenbricht.