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Schlossplatz kann erneuert werden

Die Planung wird fortgeführt, die ersten Baulose sind vergeben. Schon in Kürze soll der Tiefbau in Rothenburg beginnen.

Die Kirche am Schlossplatz in Rothenburg
Die Kirche am Schlossplatz in Rothenburg © André Schulze

Für die Rothenburger Stadträte war die Angelegenheit am Mittwochabend klar. Lange genug wurde in der Vergangenheit über die Umgestaltung des Schlossplatzes diskutiert, musste mit Denkmal- und Naturschutz über die beste Lösung beraten werden. Nach dem Okay der Räte können die ersten Arbeiten nun endlich in Angriff genommen werden. Das betrifft im ersten Halbjahr 2019 zwei Bereiche – es geht um die Wiederherstellung der Stützfunktion und den Neuaufbau der historischen Mauer, allerdings nicht bis zur ursprünglichen Höhe. Laut Marlen Kolodziej, Leiterin des Fachbereichs Bau und Finanzen in der Stadtverwaltung, hatten zehn Tiefbaufirmen die Unterlagen aus dem Rathaus angefordert, sechs davon gaben Angebote ab. Den Zuschlag erhielt die Reichenbacher Firma OLTG. Sie muss sich nun unter anderem mit dem Abbruch von Altgewölben befassen, die bei der Neumodellierung der Hanglage störend sind.

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Bei den Arbeiten zur Wiederherstellung der Mauer ergab sich bei der Ausschreibung ein ähnliches Bild. Sieben Firmen forderten die Unterlagen an, vier davon gaben schließlich Angebote ab. Hier entschied sich der Stadtrat für die NYLA Baugesellschaft aus Niesky, die sich in den kommenden Monaten mit der Aufnahme und dem Anbringen von Klinkerflächen beschäftigen wird, ebenso aber altes, noch verwendbares Material aufarbeiten und wieder einsetzen soll. Zu den Aufgaben des Unternehmens gehört zudem das Anlegen einer Probefläche und des für die Mauer gedachten Klinkerdachs. „Es wird auch eine Imprägnierung der Mauer geben, um das Bauwerk noch langlebiger zu machen“, so Marlen Kolodziej.

Fertigstellung bis Frühjahr 2020

Die Arbeiten rund um die historische Mauer bilden den ersten von zwei Bauabschnitten. Der zweite umfasst die Anlage des öffentlichen Park- und Rastplatzes, für die die Mauerrekonstruktion eine Voraussetzung ist. Die Gesamtmaßnahme kostet 726 000 Euro, davon bekommt die Stadt 90 Prozent gefördert. Allerdings sind noch umfangreiche Planungsleistungen durchzuführen. Den Auftrag dazu vergaben die Stadträte an das Nieskyer Büro von Mathias Hennig. Die Firma verfügt über Experten, die bereits früher mit der historischen Baustruktur in Rothenburg zu tun und in den Jahren 2013/14 die Instandsetzungsarbeiten an der plötzlich eingestürzten Mauer in der Badergasse begleitet hatten. Diese Erfahrungen sollen nun auch der Umgestaltung des Schlossplatzes zugutekommen.

Marlen Kolodziej geht davon aus, dass die Stützmauer bis zum Sommerfest Anfang August wiederhergestellt ist und dass danach mit dem Anlegen der Park- und Rastanlagen begonnen werden kann. „Die Fertigstellung bis Ende 2019 ist recht sportlich. Wir hoffen darauf, rechnen aber damit, dass das Projekt im Frühjahr 2020 abgeschlossen werden kann.“

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