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Schluss mit kostenlosem Parken

Die Gemeinde Kriebstein wird ab März moderate Gebühren für das Parken auf dem Großparkplatz Turnerstraße einführen.

Von Marcus Herrmann

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Die Entscheidung kommt nicht überraschend. Der 82 Stellplätze umfassende Parkplatz an der Tunerstraße 12, gegenüber der Turnhalle in Kriebethal, wird schon bald nicht mehr kostenfrei nutzbar sein. Seitens der Gemeinde wurde dieser Schritt schon längere Zeit vorbereitet und jetzt einstimmig während des letzten Gemeinderates beschlossen. „Wir erheben ab dem ersten März Parkgebühren. Da der Parkplatz auch von sehr vielen Touristen, die zur Burg Kriebstein oder der Talsperre wollen, genutzt wird, ist dieser Schritt in Abstimmung mit dem Kommunalamt für uns notwendig“, erklärt Kriebsteins Bürgermeister Christoph Merker (Freie Wähler).

Wucherpreise müssen Besucher aber nicht befürchten. Dafür gebe es genaue Vorgaben, die eine detaillierte Kalkulation erfordern, mittels derer die Gemeinde nachweist, dass sie sich nicht bereichert“, erklärt Merker. Das sei mit den moderaten Beiträgen auch gar nicht möglich.

„Wir orientieren uns bei der Erhebung an dem Großparkplatz an der Talsperre Kriebstein“, so der Bürgermeister. Das bedeutet, dass ab März für eine Stunde Parken ein Euro fällig wird. Ist die erste Stunde überschritten, können sich Ausflügler oder sonstige Nutzer viel Zeit lassen. Denn dann kostet der Parkschein zwei Euro. Und wird auch solange nicht teurer, bis 24 Stunden überschritten sind.

Trotz Bedenken einiger Mitglieder des Gemeinderates, die Kosten etwas anders zu gestalten, wurde der Vorschlag bei der letzten Ratssitzung letztlich angenommen. Konsens wurde am Ende erzielt, weil sich grundsätzlich die Meinung durchsetzte, dass zwei Euro für einen Tag nicht zu viel seien. „In welcher anderen Touristen-Region muss man so wenig bezahlen?“, fragte ein Ortsrat und votierte klar für die Erhebung. Im Verlauf des Februar würden nun die Hinweisschilder für den Parkplatz vorbereitet und anschließend aufgestellt, erklärt Christoph Merker.

Gebühr rund um die Uhr fällig

Der Schritt sei insofern unumgänglich, da die Gemeinde für den Parkplatz eine Förderung erhalten haben, welche bereits die Vorgabe erhielt, sich an den Preisen der Talsperre zu orientieren.

Durch die Einführung der Gebührenpflicht rechnet die Gemeinde mit Mehreinnahmen von 16 000 Euro jährlich. Die private Vermietung von Parkplätzen an Anwohner sei nicht geplant, sagt der Bürgermeister. „Wenn es diesbezüglich Wünsche aus der Bevölkerung gibt, müssten sich diejenigen bei der Verwaltung melden. Wir werden dann sehen, ob sich was machen lässt“, erzählt Christoph Merker. Die neue Parkgebührenordnung gelte übrigens rund um die Uhr, teilt er außerdem mit. Demnach muss auch zahlen, wer mitten in der Nacht den öffentlichen Parkplatz nutzen möchte.

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