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Schluss mit Vergütungsexzessen

Düsseldorf. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) warnt vor überzogenen Aufsichtsratsvergütungen bei deutschen Großkonzernen. Dass Aufsichtsratsvorsitzende höhere sechsstellige Beträge bekommen müssten, hält DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler für zweifelhaft.

Düsseldorf. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) warnt vor überzogenen Aufsichtsratsvergütungen bei deutschen Großkonzernen. Dass Aufsichtsratsvorsitzende höhere sechsstellige Beträge bekommen müssten, hält DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler für zweifelhaft. „Ein Aufsichtsrat ist nicht der bessere Vorstand.“ Tüngler reagierte auf einen Bericht der Wirtschaftszeitung Handelsblatt, wonach sich die Gesamtvergütung der Aufsichtsräte aller 30 Dax-Konzerne in den vergangenen zehn Jahren um fast 90 Prozent auf 78,4 Millionen Euro erhöht hat. Tüngler räumte jedoch ein, dass sich die Aufgaben der Kontrolleure in den vergangenen Jahren deutlich verändert hätten. Der Aufsichtsrat habe heute mehr Pflichten und trage mehr Verantwortung als noch vor zehn Jahren. Ein gewisser Anstieg der Vergütungen sei deshalb durchaus angemessen. Doch sei bei einigen der Schluck aus der Pulle sehr groß ausgefallen. „Alles über 500 000 Euro bei Aufsichtsratsvorsitzenden, da kommen wir in Regionen, die schwer vermittelbar sind – auch bei einem Dax-Tanker“, meinte der Aktionärsschützer.

Der bestbezahlte Aufsichtsratsvorsitzende war im vergangenen Jahr laut Handelsblatt VW-Patriarch Ferdinand Piech mit einem Salär von knapp 1,2 Millionen Euro. (dpa)

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