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Schmölln-Putzkau sortiert seine Finanzen

Der Haushalt 2014 ist gerade erst beschlossen worden. Schon gibt es die ersten Änderungen – und damit auch Geld für Straßenbau.

Von Constanze knappe

Geld war eines der bestimmenden Themen auf der Sitzung des Gemeinderates von Schmölln-Putzkau am Dienstag. Die Abgeordneten befassten sich gleich mit mehreren Beschlüssen zu finanziellen Änderungen im Gemeindehaushalt, den sie erst Ende Januar beschlossen hatten.

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Rittergut Putzkau: Abriss von Nebengebäuden wird teurer

Für den Abriss des Seitenflügels am Rittergut Putzkau sind bisher 100 000 Euro veranschlagt. Nach jetzigen Berechnungen wird das voraussichtlich 13 000 Euro mehr kosten. Der Gemeinderat befürwortete die zusätzlichen Mittel. Kritik gab es vorab von einem Vertreter des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz. Nach dessen Aussage handle es sich bei der alten Brennerei und den alten Stallungen um die älteste Bausubstanz in Putzkau. Ob der Abriss wirklich sein müsse, wollte er in der Bürgerfragestunde wissen. Der Verein würde sich an der Suche nach einer anderen Lösung beteiligen. Seit Langem schon favorisiert die Gemeinde den Komplettabriss des Seitenflügels, weil die Sanierung nicht finanzierbar ist und es keine Nachnutzung dafür gibt. Die Stellungnahme des Denkmalschutzes, was beim Abriss zu beachten ist, steht noch aus, so Bürgermeister Steffen Schmidt. „Wenn sich daraus Auflagen ergeben, wird der Gemeinderat über das weitere Vorgehen zu entscheiden haben“, sagte er. Der Beschluss sei notwendig, um für den Bauantrag zum Abriss einen Antrag auf Fördermittel vorbereiten zu können.

Winterschäden: Geld aus dem Vorjahr für Belmsdorfer und Brauereistraße

Rund 20 000 Euro standen der Gemeinde im vorigen Jahr für die Beseitigung von Winterschäden zur Verfügung. Das konnte nicht alles verbaut werden, weil die Baubetriebe volle Auftragsbücher und kaum noch freie Kapazitäten hatten. Mit dem Geld aus dem Vorjahr, das in dieses Jahr übertragen wird, sollen nun die Querrillen auf der Belmsdorfer Straße und Schäden an der Brauereistraße beseitigt werden.

Schule und Feuerwehrhäuser:

Getrennte Kostenstellen

Für die Bewirtschaftung der Grundschule in Putzkau bringt die Gemeinde im Jahr 52 140 Euro auf, für die Gerätehäuser der Feuerwehren in Putzkau und Schmölln jeweils 6 700 Euro. Mit dem Geld werden beispielsweise die Betriebskosten bezahlt. Mit Einführung der Doppik wurden alle Ausgaben einem Budget zugeordnet. Der Gemeinderat entschied sich jetzt wieder für getrennte Kostenstellen, um die Ausgaben ohne großen Verwaltungsaufwand auch einzeln im Blick zu haben und sie besser kontrollieren zu können.

Kredit: Umschuldung statt

vorzeitige Tilgung

Wegen des guten Jahresergebnisses 2013 schlug die Verwaltung dem Gemeinderat vor, die Restsumme eines Kredits in Höhe von 112 000 Euro vorzeitig abzulösen. Der wird mit einer monatlichen Belastung von 18 000 Euro abgezahlt. Mehrere Gemeinderäte folgten di