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Schnee-Histörchen: Winterkleid für Heufuder und Tafelfichte

Aus dem Isergebirge wird am beginnenden Februar vor hundert Jahren berichtet, dass bis zu einer Höhenlage von 800 Metern der Schnee langsam schwindet. Dagegen lagen damals auf dem Kamm noch große Schnee- und Eismassen.

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Aus dem Isergebirge wird am beginnenden Februar vor hundert Jahren berichtet, dass bis zu einer Höhenlage von 800 Metern der Schnee langsam schwindet.

Dagegen lagen damals auf dem Kamm noch große Schnee- und Eismassen. Wie der „Neue Görlitzer Anzeiger“ 1908 weiter berichtete, boten „Tafelfichte und Heufuder mit ihren Umgebungen noch herrliche Winterbilder. Der Aussichtsturm der Tafelfichte hat den letzten furchtbaren Herbststürmen Trotz geboten, während sein Nachbar, der Heufuderturm, in Trümmer zerborsten daliegt. Zu einem ganz besonderen Vergnügen gestaltet sich der Aufstieg auf den Tafelfichtenturm. Seine Balken und Dielen sind so stark bereift und vereist, dass man sich nur kriechend hindurcharbeiten muss.“

Belohnt wurde man vor hundert Jahren an klaren Tagen von dem oberen Plateau durch die „unvergleichlich schöne Fernsicht, die sich hier nach Norden weit über Lauban hinaus in die niederschlesische Ebene und nach Westen in das herrliche Weißbachtal bis Friedland und Zittau und auch nach Görlitz hin bietet.“

Einen traurigeren Anblick dagegen boten die Fichtenbestände, in denen die Stürme des Herbstes 1907 ganz fürchterlich gehaust haben: „Es ist ein wahres Chaos von Trümmern!“ (hs)