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Schneebruch: Hartha sperrt das Wäldchen

Umgestürzte Bäume und Masten, zahlreiche Unfälle und gesperrte Straßen: Auch gestern mussten Schäden beseitigt werden.

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Von Peggy Zill

Zeitweise 90 Orte in der Region waren am Sonnabend ohne Strom, weil umgestürzte Bäume oder Äste Stromleitungen beschädigt hatten. Den entstandenen Sachschaden, konnte der Energieversorger Envia gestern noch nicht beziffern. „Die Leute sind zunächst alle wieder mit Strom versorgt“, erklärte Ralf Ludwig vom Anlagenmanagement der Envia. Alle verfügbaren Mitarbeiter wurden am Wochenende eingesetzt, um die Störungen zu beheben. Und auch gestern musste an den Leitungen gearbeitet werden. In Scheergrund waren gleich drei Strommasten umgekippt. Besonders die Leitungen am Waldrand seien beschädigt worden, sagte Ralf Ludwig. Hinzu komme dann eine Art Domino-Effekt. Wenn ein Mast fällt, fällt auch schnell der nächste. Wenn jedoch das Laub beim nächsten Schneefall von den Bäumen ist und die Last somit nicht mehr so groß, dürfte das nicht mehr passieren, meint Ludwig.

Auch im Harthaer Stadtpark haben zahlreiche Äste der Schneelast nachgegeben. Die Wäldchen an der B175 und der an der Sternwarte mussten gesperrt werden. Die Straße zwischen Steina und Saalbach war gestern noch gesperrt.

30 Unfälle aufgenommen

Die Zahl der Unfälle hielt sich laut Polizei jedoch in Grenzen. Zwischen Sonnabend- und Sonntagmorgen zählte die Polizeidirektion Westsachsen nur 30 Unfälle, davon fünf im Döbelner Revierbereich. Und dabei war noch nicht einmal der Wintereinbruch für jeden die Ursache. Die Kollegen der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge nahmen 124 Verkehrsunfälle auf, wobei die meisten mit Blechschaden endeten.