SZ +
Merken

Schneekugeln aus dem heißen Töpferofen

Meister Eberhard Schmidt hat den Winterschmuck neu in seinem Sortiment.

Teilen
Folgen

Erstmals produziert der Bischofswerdaer Töpfermeister Eberhard Schmidt Schneekugeln aus Keramik. Ein Kunde hatte dafür den Anstoß gegeben. „Die Idee begeisterte mich sofort“, sagt der 58-Jährige.

Die „Bischofswerdaer Schneekugeln“, wie Eberhard Schmidt sie nennt, werden in Ton handgedreht oder gegossen und bei 1 250 Grad Celsius gebrannt. Danach weisen sie Durchmesser von sieben bis zehn Zentimetern auf. Abweichend von der natürlichen, weißen Farbe des Schnees werden die Kugeln rot glasiert und mit Mustern von Schneekristallen verziert.

Bestimmend für die „Schmidt-Keramik“ ist die Herstellung von Gebrauchsgeschirr, wie Gedecke, Kannen, Obstschalen oder Brottöpfe, sowie Ziergeschirr, wie Leuchter, Duft- und Öllampen. Zu den Neuentwicklungen gehören außer den Schneekugeln auch Blumensteckkugeln und Adventsringe. Vorherrschendes Dekor ist die Oberlausitzer Pinselmalerei mit blauen, schwarzen und braunen Tönen. Erzeugnisse von Eberhard Schmidt kann man direkt in seiner Werkstatt kaufen, aber auch auf Töpfermärkten sowie in der ständigen Ausstellung der sächsischen Töpferinnung im alten Bootshaus von Schloss Pillnitz. (wsch)