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Schneller mit dem Zug ins Riesengebirge

Die polnische Bahn bietet jetzt eine viel kürzere Verbindung von Zgorzelec nach Jelenia Gora an.

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Von Katrin Schröder

Die polnische Staatsbahn fährt seit gestern eine Abkürzung: Wer in Zgorzelec in den Zug Richtung Jelenia Gora (Hirschberg) steigt, muss nicht mehr den Umweg und das Umsteigen über Wegliniec (Kohlfurt) in Kauf nehmen. Die Bahn hat die alte Trasse zwischen Zgorzelec und Luban (Lauban) wieder auf Vordermann gebracht. Dadurch ist der Zug zwischen den beiden Städten, die 20Kilometer voneinander entfernt sind, nur noch 33Minuten unterwegs. Zuvor brauchte er durch den Umweg zwischen ein und zwei Stunden.

Die Trasse gehörte einst zur Schlesischen Gebirgsbahn und war 1993 außer Betrieb gesetzt worden, weil sie in einem schlechten technischen Zustand war und nur wenige Passagiere die Strecke nutzten, erklärt Witold Zilkowski, Direktor des Niederschlesischen Regionalverkehrsbetriebes in Wroclaw (Breslau). Bislang fahren zwar nur zwei Zugpaare am Tag. Doch das Potenzial, die Strecke neu zu beleben, sei mittlerweile da: „Wir sehen, dass auch immer mehr deutsche Touristen mit diesen Zügen fahren“, sagt er. Denkbar sei auch, die Verbindung nach Görlitz zu verlängern. Auf der neuen Strecke gilt das Euro-Neiße-Ticket.

Ab Zgorzelec 10.32 Uhr, an Luban 11.05 Uhr, an Jelenia Gora 12.26 Uhr; ab Zgorzelec 18.54 Uhr (Luban 19.27 Uhr, Jelenia Gora 20.40 Uhr).

Ab Jelenia Gora 7.27 Uhr, an Luban 8.34 Uhr, an Zgorzelec 9.07 Uhr; ab Jelenia Gora 15.06 Uhr (Luban 16.13 Uhr, Zgorzelec 16.47 Uhr).