SZ +
Merken

Schock

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. Sogar sein blaues Wunder, und zwar ganz unverhofft. Unser Oberlausitzer Trüppchen war vormittags von unserer Baude in Janov nad Nisou aus aufgebrochen.

Teilen
Folgen

Von Carla Mattern

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. Sogar sein blaues Wunder, und zwar ganz unverhofft. Unser Oberlausitzer Trüppchen war vormittags von unserer Baude in Janov nad Nisou aus aufgebrochen. Rund um die malerisch gelegene Talsperre Josefuv Dul wandern, darauf freuten wir uns alle. Genauso wie auf den Mittagshalt im Jagdschlösschen Nova Louka (Neuwiese).

In dem Jagdzimmer mit seinen wunderschönen alten Öfen und den Ehrfurcht gebietenden Trophäen versorgte uns eine freundliche Kellnerin. Doch als wir dann zahlen wollten, blieb uns der letzte Bissen sprichwörtlich im Rachen stecken. „Keine Euro“, sagte die junge Frau und verschwand. „Wir haben doch hier schon mit Euro bezahlt“, beschwichtigte Ingrid. Doch es war kein Irrtum: In dem bekannten Ausflugsziel im Isergebirge wurden wir eines Besseren belehrt. „Wenn ich in ein anderes Land fahre, muss ich auch die fremde Währung tauschen. Wir sind hier doch keine Wechselstube“, klärte uns eine andere Mitarbeiterin barsch auf. Das saß. Weil auch keine Kreditkarten als Zahlmittel akzeptiert wurden, nahm die Dame schließlich zähneknirschend doch unsere Währung. Und wir schnell Abschied.