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Görlitz

Schöne Geste von zwei Studentinnen

Bedauerlich ist aber, wie halbherzig in Görlitz mit dem Thema Stolpersteine umgegangen wird. Ein Kommentar von Sz-Redakteurin Daniela Pfeiffer.

© SZ-Montage

Wir sind alle Menschen – unterschiedlich und doch gleich, in unseren Ängsten, Hoffnungen, Schmerzen, Verlusten. Damals wie heute. Und auch in Zukunft. Dass das zwei junge Frauen wieder an die Görlitzer Oberfläche kehren wollen, ist eine schöne Geste. 

Dass sie die Stolpersteine überhaupt wieder ins Bewusstsein bringen müssen, ist hingegen bedauerlich. Eine Ausstellung über die Schicksale der Menschen, die hinter den Steinen des Kölner Künstlers Gunter Demnig stehen – warum gab es die noch nie? Warum gibt es sie nicht dauerhaft? Immerhin, der Synagogenverein kümmert sich, er hat auf seiner Internetseite ebenfalls eine kleine Karte mit den Standorten, dazu alle Steine aufgelistet mit Namen und Angaben zum Schicksal. Eine andere Internetseite listet die Görlitzer Stolpersteine zwar auf, endet aber 2014.

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Zwei Studentinnen wollen nicht, dass man achtlos an den Stolpersteinen in der Stadt vorbeigeht - und haben sich etwas ausgedacht.

Diese Halbherzigkeit zieht sich beim Thema Stolpersteine durch verschiedene Ebenen – vielleicht ist das nur ein Gefühl. Die beiden Studentinnen jedenfalls hatten dieses auch und beschlossen, etwas zu tun. Wenn ihr Projekt Bestand hätte, wäre das ein wichtiger Beitrag zur Bewahrung der jüdischen Geschichte innerhalb der Görlitzer Stadtgeschichte.

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