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Schöne Räume für glückliche Schüler

Die Zusammenarbeit von Hort und Schule ist oft schwierig. Nun gibt es einen Leitfaden, der für Verbesserungen sorgen soll.

Olaf Böttger ist sich sicher: „Bildung gelingt in unserer Schule, weil Lehrer und Erzieher mehr miteinander reden.“ Der Leiter der 15. Grundschule hat in den vergangenen vier Jahren viel Zeit und Kraft investiert, um Hort und Schule in seinem Gebäude besser miteinander zu verbinden. Geholfen hat ihm das Programm „Gemeinsam bildet – Grundschule und Hort im Dialog“. Es wurde von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung initiiert. Auf dessen Grundlage ist es Böttger gelungen, dass Lehrer und Erzieher über ihre Zuständigkeiten hinweg nun besser an einem Strang ziehen. Das Projekt ist eine Art Leitfaden, den alle Dresdner Grundschulen nutzen können. So sollen Schule und Hort wie Zahnräder ineinander greifen, letztlich Kinder besser betreut und gefördert werden. Acht Handlungsfelder beinhaltet das Konzept: neben verbesserter Kommunikation untereinander beispielsweise auch die Kooperationen mit außerschulischen Partnern, ein verbessertes Ernährungs- und Bewegungskonzept sowie die Raumnutzung.

Dabei stellt der letztgenannte Punkt die Schulen immer wieder vor große Probleme: War die Hortbetreuung bis vor wenigen Jahren in Kindergärten ausgelagert, muss sie nun zurück an die Schulen. Denn: Durch die steigenden Kinderzahlen wird der Platz in den Kitas benötigt. Allerdings fehlen an den Schulen oft passende Räume für die Nachmittagsbetreuung. Und wenn sie vorhanden sind, ist ihre Ausstattung nicht so, dass sie optimal genutzt werden können. Ein weiteres Problem ist, dass für Schulen und Betreuung verschiedene Ämter zuständig sind und damit unterschiedliche gesetzliche Grundlagen gelten. Zudem verwaltet jeder Zweig eigene Budgets. „Gemeinsame Anschaffungen von Schule und Hort gestalten sich deshalb oft schwierig“, weiß Schulleiter Böttger aus der Praxis.

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Dresdens Kita-Chefin Sabine Bibas gibt sich optimistisch. Schon jetzt nutzen mehr als 90 Prozent aller Grundschüler den Hort. Sie sagt: „Wir sind auf einem guten Weg, Verbesserungen zu schaffen.“ (sim)