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Schöner Duschen in Leisnig

In der Schulturnhalle lässt die Stadt Leisnig gerade die Sanitär- und Umkleidebereiche modernisieren. Zum Schulstart sind sie noch nicht nutzbar.

In der Schulsporthalle an der Karl-Wagler-Straße werden gerade Wände und Türen versetzt, wie Enrico Tappert, Auszubildender der Stadt Leisnig, zeigt. Die Erneuerung der Sanitär- und Umkleideräume stand schon lange auf der Wunschliste der Nutzer.
In der Schulsporthalle an der Karl-Wagler-Straße werden gerade Wände und Türen versetzt, wie Enrico Tappert, Auszubildender der Stadt Leisnig, zeigt. Die Erneuerung der Sanitär- und Umkleideräume stand schon lange auf der Wunschliste der Nutzer. © Dietmar Thomas

Leisnig. Die Schüler wird es freuen, aber auch diejenigen, die in ihrer Freizeit tanzen, Volleyball spielen und Karate trainieren. Sie alle tun das in der Sporthalle an der Karl-Wagler-Straße. Die ist über 100 Jahre alt und trotz Modernisierung zwischendurch schon wieder ziemlich sanierungsbedürftig gewesen. 

Besonders in den Duschen. Das haben Nutzer selbst mehrfach kritisch angesprochen oder den Stadträten mit auf den Weg gegeben. Nun wird seit kurzem an der Lösung dieses Problems gearbeitet. In der Schulturnhalle laufen Umbauarbeiten.

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Der Boden des Eingangsbereiches vor der eigentlichen Halle ist schon neu gefliest. In den Räumen rechts davon sind neue Fliesen an Boden und Wänden. Dort entstehen Toiletten. 

Durch neuen Geräteraum haben Sportler mehr Platz

Links des Eingangs wird es in Zukunft ein Geräteraum geben. Das verschafft den Sportlern mehr Luft in der Halle. Im Moment stehen Mattenwagen, Schwebebalken, Bock und Co noch im hinteren Bereich an der Wand. Nach dem Umzug wird nur noch das in die Halle geschafft, was wirklich für den Schul- und Freizeitsport in der jeweiligen Stunde nötig ist.

Gebaut wird auch im oberen Bereich. Dort werden Wände herausgerissen beziehungsweise versetzt, um neue Duschen für Damen und Herren einzubauen. Dafür fallen die Garderoben dort weg und ein ehemaliger Abstellraum.

Die Turnhalle an der Karl-Wagler-Straße  in Leisnig ist ein Klinkerbau, gebaut Anfang des 20. Jahrhunderts.
Die Turnhalle an der Karl-Wagler-Straße  in Leisnig ist ein Klinkerbau, gebaut Anfang des 20. Jahrhunderts. © Dietmar Thomas
Schwebebalken, Stufenbarren und andere Utensilien mehr nehmen im Moment Platz in der Halle weg.
Schwebebalken, Stufenbarren und andere Utensilien mehr nehmen im Moment Platz in der Halle weg. © Dietmar Thomas
Auch die Matten sollen nach Fertigstellung der Bauarbeiten in einem Geräteraum untergestellt werden. 
Auch die Matten sollen nach Fertigstellung der Bauarbeiten in einem Geräteraum untergestellt werden.  © Dietmar Thomas
Holzverkleidungen und Einbauschränke ziehen wohl als erstes den Blick in der Schulturnhalle auf sich. Aber auch die Decke ist ungewöhnlich: Dort wechseln sich Lampen mit Heizplatten ab. 
Holzverkleidungen und Einbauschränke ziehen wohl als erstes den Blick in der Schulturnhalle auf sich. Aber auch die Decke ist ungewöhnlich: Dort wechseln sich Lampen mit Heizplatten ab.  © Dietmar Thomas

Um das alles zu bewältigen, gehen Trockenbauer, Fliesenleger, Elektriker, Heizungs- und Sanitärbauer sowie Maler wahrscheinlich noch die nächsten zwei bis drei Wochen in der Sporthalle ein und aus.

 Eigentlich war geplant gewesen, die Modernisierungen in den Sommerferien abzuschließen. Das hat nicht geklappt. Als Problem sieht die Kommune das nicht – trotz der am Montag wieder beginnenden Schule. „Das Wetter dürfte es noch erlauben, dass der Sportunterricht zunächst noch draußen über die Bühne geht“, sagt Enrico Tappert vom Bauamt der Stadt Leisnig.

Räte fordern: Auch an die Saxonia-Halle denken

Wie Amtsleiter Thomas Schröder in einer der zurückliegenden Ratssitzungen sagte, wird die Sanitärsanierung zu 60 Prozent mit Fördergeld bezuschusst. Die Kommune muss einen Eigenanteil von 60.000 Euro beisteuern. Der ist über den Haushalt abgesichert.

Theoretisch gibt es in dieser alten Halle noch viel mehr zu tun: Rundum befinden sich noch Holzvertäfelungen und Schrankeinbauten in den Wänden, die nicht mehr zeitgemäß sind. Der Hallenboden – ein Holzparkett – ist abgenutzt.

 Und sicherlich auch nicht mehr unter aktuellen energetischen Gesichtspunkten funktionieren Beleuchtung und Heizung. Beides ist an der Sporthallendecke angebracht. Um in diesen Bereichen weiterzukommen, muss es nächste Bauabschnitte geben.

Vorher, so forderten Rüdiger Schulze (CDU) und mehrere andere Stadträte, auch an die Saxonia-Turnhalle zu denken. Dort stehen genauso notwendige Sanierungen von Hallenboden und Sanitärbereich an. „Bislang haben wir die Arbeiten immer wieder zugunsten anderer Investitionen verschoben. Irgendwann muss aber auch dort etwas passieren“, so Schulze. 

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