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Schöner Sitzen an der Weinstraße

Zwei kunstvolle Sandsteinbänke für den Copitzer Hauptplatz sind fast fertig. Ab Mitte August laden sie nicht nur zum Verweilen ein.

Steinmetz Gabriel Heimann, Sandsteinplatten für zwei neue Bänke: Ab Mitte August ist das Weinviertel eine Attraktion reicher.
Steinmetz Gabriel Heimann, Sandsteinplatten für zwei neue Bänke: Ab Mitte August ist das Weinviertel eine Attraktion reicher. © Karl-Ludwig Oberthuer

Sandstein ist für gewöhnlich nicht der Stoff, der die Pirnaer Weinfreunde bewegt. Ihr Anliegen ist die Pflege der örtlichen Weinkultur, die sich in den sonnenverwöhnten Weinhängen rechts der Elbe und in den angeschlossenen Besen- und Straußwirtschaften manifestiert. Jetzt setzt aber der Verein auf Festes statt Flüssigem und hat bei dem Pirnaer Steinmetz Gabriel Heimann zwei Sandsteinbänke geordert. Sie werden am 16. August bei einem kleinen Fest auf dem Copitzer Hauptplatz aufgestellt. "Dieser ist bislang ein Durchgangsplatz, die Bänke sollen ihn wie die bereits 2017 aufgestellte Sandsteinsäule aufwerten", sagt die Vereinsvorsitzende Kerstin Winn. Wenn es nach dem Verein geht, werden die Sitzgelegenheiten nicht einfach nur zum Verweilen einladen. Da hier auch die Sächsische Weinstraße beginnt, soll das optisch ansprechende Ensemble auch auf diese Attraktion Lust machen. 

Die Kosten für die beiden Bänke betragen knapp 7.000 Euro, 2.500 Euro kommen von der Stadt Pirna, den Rest stellen private Spender zur Verfügung, unter anderem der Lions-Club. Je nach weiteren Zuwendungen soll die gemütliche Ecke auf dem Hauptplatz noch wachsen - in der Planung sind ein Tisch und noch eine weitere Bank, freilich ebenfalls aus Sandstein. Deren Design ist keine eigene Erfindung des Steinmetzes. Wenn Besuchern künftig eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Zwinger oder dem Barockgarten Großsedlitz auffällt, liegen sie richtig. "Die Bänke haben eine augustäische Form", sagt Heimann. Geprägt vom Barock-Baumeister Daniel Pöppelmann, der im Dienste August des Starken stand. An den unverwechselbar gestalteten Beinen der Bänke arbeitet Heimann im Moment noch. Die geschwungene Verzierung soll perfekt sein, wenn die gut 300 Kilogramm schweren Sitzgelegenheiten aus Cottaer Sandstein in Copitz aufgestellt werden. 

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Steinmetz Heimann an den Beinen der neuen Sandsteinbänke. Die Form geht auf den Barock-Baumeister Pöppelmann zurück.
Steinmetz Heimann an den Beinen der neuen Sandsteinbänke. Die Form geht auf den Barock-Baumeister Pöppelmann zurück. © Karl-Ludwig Oberthuer

Die Weinfreunde sind froh, dass dazu nach dem Corona-Lockdown ein kleines Fest - das alljährliche Weinblütenfest -  stattfinden kann. Von 14 bis 19 Uhr sind dazu am 16. August  die Interessenten eingeladen. Den einen oder anderen guten Tropfen wird es da geben und Winzer Wolfgang Winn, der Mann der Vereinsvorsitzenden, freut sich schon auf den nächsten Jahrgang von den Pirnaer Weinhängen. "Dieses Jahr ist etwas feuchter als die vergangenen Jahre, es könnte jetzt ein wenig mehr Sonne sein", sagt er. Für die Qualität seien die nächsten sechs Wochen entscheidend. Positiv sei, dass es in Pirna im Frühjahr keinen Frost gab und auch in Pillnitz nur mäßigen. 

Ganz unabhängig vom Wetter können im Pirnaer Weinviertel die Geocacher auf digitale Schnitzeljagd gehen. "Wir betreiben das schon ein Jahr mit insgesamt sechs, sieben Punkten, die anhand von Koordinaten mit GPS-Geräten angesteuert werden", sagt Ulrich Glaser vom Verein. Mit dem Weinblütenfest wird es auch für die Geocacher eine Neuigkeit geben, die der Verein aber noch nicht verraten möchte. 

Als Nächstes bereiten dann die Mitstreiter ihr 4. Weinfest vor, das für den 12. September geplant ist. Da dies eine größere Veranstaltung ist, musste dafür ein Hygienekonzept her, das noch geprüft wird. Vereinsvorsitzende Kerstin Winn hofft trotz der Einschränkungen auf ein tolles Event. Dazu trägt auch wieder die Stadt Pirna bei, die einen Zuschuss von 3.000 Euro bereitstellt. 

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