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Schönheit zum Schnäppchenpreis?

Dresdner Symposium zur ästhetisch-plastischenMedizin stellt sichbewusst gegen den Trend.

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Von Renate Berthold

Falten glätten, die Nase richten, Fett absaugen, den Busen neu modellieren – die „Schönheitsmedizin“ ist auf dem Vormarsch. Vor laufenden Kameras wird das Skalpell angesetzt.

Auch in Dresden werben Anbieter für Schönheitsoperationen zum Schnäppchenpreis. Als ginge es um eine Kaffeefahrt. Dabei sind kosmetische Operationen immer chirurgische Eingriffe, also nicht ohne Risiken.

Auf dem heute beginnenden 5. Dresdner Symposium zur ästhetisch-plastischen Chirurgie gibt es also viel Gesprächsstoff. Vor allem aber wollen die Mediziner klarmachen, dass sie mit dem Schönheitswahn nichts am Hut haben. Ihr Einsatz ist medizinisch notwendig – bei angeborenen oder durch Krankheit verursachten Missbildungen zum Beispiel oder nach Unfällen. Dabei geht es natürlich auch um höchste ästhetische Ansprüche.

Und es gelten immer die medizinischen Grundwerte, betont Prof. Dr. Uwe Wollina, Chefarzt der Hautklinik im Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, das das Symposium veranstaltet.

Öffentliches Podium

Wie finden Dresdner Patienten gut ausgebildete und seriöse Anbieter? Welche Rechte haben sie? Was ist, wenn Fehler bei der Operation passieren? Um diese und viele andere Fragen geht es morgen in einem öffentlichen Podiumsgespräch, das nicht nur für die Fachleute interessant sein dürfte.

Unter dem Motto „Schönheitskonzept bei Arzt und Patient – Ansprüche und Realisierbarkeiten“ können vor allem auch interessierte Laien ihre Fragen an die Experten los werden.

Sonnabend, öffentliches Podiumsgespräch von 11.50 bis 12.35 Uhr im Tagungszentrum der Sächsischen Landesärztekammer, Schützenhöhe 16, 01099 Dresden