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Schönheitskonkurrenz für Hühner

Kreisgeflügelschau in Hartha glänzte mit einigen Neuheiten und vielen Preisen für die Züchter und ihre Tiere.

Von Frank Klinger

Über 400 Tiere konnten die Besucher der Kreisrassegeflügelschau an der Flemmingener Straße am Wochenende bewundern. „Wir zeigen Zwerghühner, Hühner, Tauben und Enten“, erklärt Ausstellungsleiter Gunter Weichhold. „Gänse sind diesmal nur als Preise für die Tombola dabei, an jedem Tag gab es als Hauptgewinn eine bratfertige Gans“, sagte er lachend.

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Zum ersten Mal in Hartha wurden Lakenfelder Hühner gezeigt. „Die kommen im Gegensatz zu vielen anderen Rassen nicht aus Nordamerika, sondern sind ursprünglich in Norddeutschland und den Niederlanden gezüchtet worden“, erklärte der Experte. Die Tiere haben eine ganz prägnante Zeichnung, die man sonst selten findet. „Es ist ein typisches Landhuhn und braucht einen großen Auslauf, auf dem es sich selbst Futter suchen kann“, ergänzt der Ausstellungsleiter noch. Ebenso zum ersten Mal in Hartha zu sehen war die Pommersche Schauhaube, eine Taube, die aus Mecklenburg-Vorpommern stammt und dort vorwiegend für den Hochflug-Sport gezüchtet wurde. „Die Haube ist – wie der Name schon sagt – das typische Merkmal dieser Rasse“, erläuterte er.

Nicht neu auf der Geflügelschau war dagegen Wolfgang Lehmann. Er ist seit 1964 Mitglied im Verein und hat sich auf die Zucht von Hühnern und Tauben spezialisiert. „Mein Schwiegervater hat schon 1923 damit angefangen und ich habe die Zucht dann übernommen“, erzählte er. Wolfgang Lehmann bekam am Wochenende für seine Rhodeländer Hühner als einziger Züchter die Bundesmedaille überreicht und holte mit einem der Tiere, das 97 von 100 möglichen Punkten erhielt, auch den Kreismeistertitel in der Sparte Hühner.

Wolfgang Lehmann schwärmte von seinen Rhodeländern. Er meinte: „Die Rasse ist 1905 aus den USA nach Deutschland gekommen und zeichnet sich vor allem durch ihr Lackgefieder in dunkelroter Farbe aus. Die Tiere sind gute Winterleger. Aber jeder hat seine eigene Lieblingsrasse.“

Bei den Tauben holten sich Rudolf und Helga Brühl mit ihren Luchstauben sowie Helmut Rehe vom Leisniger Zuchtverein mit seinen Modeneser Magnani den Kreismeistertitel, in der Kategorie Zwerghühnern siegte Dieter Thiel mit seiner Rasse New Hampshire, bei den Enten entschieden die fünf Juroren am Freitag, dass Egon Bauch mit seinen Deutschen Peking-Enten den Siegerpokal bekommt. Insgesamt wurde sechsmal die Bewertung „vorzüglich“ vergeben, für die ein Tier 97 von maximal möglichen 100 Punkten erhalten muss.

Vereinsvorsitzender Hans-Günter Sachse war mit der Resonanz am gesamten Wochenende zufrieden und bewertete die Schau als einen Erfolg für den Verein mit seinen 30 Mitgliedern.

Dass die Geflügelzucht nicht nur Herren im fortgeschrittenen Alter interessiert, bewiesen am Sonntag Romy Hering und Cindy Michaelis. Die beiden jungen Damen aus Hartha und Gersdorf schauten sich interessiert um und waren besonders von den Küken begeistert. „Die sind so klein und niedlich“, meinten sie.

Karsten Kluge war mit seinem Sohn Henry aus Diedenhain gekommen und meinte: „Ich bin auch Geflügelzüchter, stelle aber heute nicht aus, ich bin zum Fachsimpeln hier. Nach der langen Sommerpause hat man sich viel zu erzählen und kann sich auch manche Anregung holen.“