merken
PLUS Döbeln

Schon 81 Borreliosefälle in Mittelsachsen

Diese Krankheit und FSME werden durch Zecken übertragen. Aber auch Rohmilch ist gefährlich.

Zecken können bei Menschen und Tieren Borreliose auslösen.
Zecken können bei Menschen und Tieren Borreliose auslösen. © dpa

Mittelsachsen. Ferienzeit ist Ausflugszeit. Die hat aber auch ihre Tücken. Wer viel in der Natur unterwegs ist, läuft Gefahr, von Zecken gestochen zu werden. Sie halten sich in Wald und Garten auf Grashalmen, an Buschzweigen und im Unterholz auf und sind Auslöser von Borreliose.

In Mittelsachsen wurden in diesem Jahr bisher 81 Fälle der Krankheit registriert, die mit Fieber, Lymphknotenschwellungen, Muskel- und Gelenkschmerzen verbunden sein kann. Seit 2015 lag die Zahl der Borreliosefälle im Landkreis zwischen 127 und 242 pro Jahr.

Anzeige
Die Karriere in Fahrt bringen
Die Karriere in Fahrt bringen

Im Autohaus Dresden gilt: Wenn Mitarbeiter gute Leistungen zeigen, dürfen sie ihr ganzes Potential entfalten. Da ist so mancher schnelle Aufstieg möglich.

Erkrankung ist meldepflichtig

Von der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die ebenfalls durch Zecken, aber auch durch den Verzehr von Rohmilch eines infizierten Tiers übertragen wird, war 2016, 2017 und 2019 jeweils nur ein Fall bekannt. Bei beiden Erkrankungen besteht eine Meldepflicht.

Zum Schutz vor und zur Entfernung von Zecken rät Cornelia Kluge, Pressesprecherin des Landratsamtes: „Nach einem Waldspaziergang sollte man duschen. Damit werden die noch suchenden Zecken abgespült, bevor sie sich festsaugen können.“ Außerdem sei lange helle Kleidung günstig, die Hosen in die Stiefel gesteckt werden oder mit einem Gummiring unten verschlossen, ebenso die Ärmel. Dies schränke den Zugang für die Zecken erheblich ein. Auf der Kleidung seien sie gut erkennbar.

Zecke herausziehen, nicht drehen

„Wenn die Zecke sich schon festgebissen hat, dann sollte man sie innerhalb der ersten Stunden mit einer Zeckenzange vorsichtig herausziehen, aber nicht drehen“, so die Sprecherin. Die Stichstelle sollte desinfiziert und bei einer sich ausbreitenden Rötung ein Arzt aufgesucht werden.

Klein- und Heimtiere sollten nach Ausflügen ebenso abgesucht und gekämmt werden. Die Zecken werden auf dieselbe Art und Weise entfernt, wie bei Menschen. Für Hunde sei eine vorbeugende Impfung gegen Borreliose empfehlenswert.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln