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Neues Großenhainer Wohngebiet verzögert sich

Der Bauherr muss noch Unterlagen beibringen. Sonst dürfen keine Eigenheime errichtet werden.

Von Kathrin Krüger
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Im September vorigen Jahres wurde der erste Spatenstich für das neue Wohngebiet am Fuchsbau, Radeburger Straße, in Großenhain vollzogen.
Im September vorigen Jahres wurde der erste Spatenstich für das neue Wohngebiet am Fuchsbau, Radeburger Straße, in Großenhain vollzogen. © Anne Hübschmann

Großenhain. Der Tag der offenen Tür in der künftigen "Wohnoase an der Röder" hinterm Fuchsbau war vorigen September ganz offensichtlich erfolgreich. Zehn Anträge auf Baugenehmigungen für das Eigenheimgebiet liegen der Stadt vor, so Bürgermeister Tilo Hönicke jetzt im Technischen Ausschuss des Stadtrates.  

Von neun Einfamilienhäusern war ursprünglich die Rede, außerdem Wohnungen in der denkmalgeschützen Villa, dem "Fuchsbau". Hier sind laut Hönicke acht Stellplätze geplant. Die Taff-Haus GmbH, die das Wohngebiet plant und vermarktet, hatte 2018 und 2019 zum Bauherrentag eingeladen. Dann war der erste Baggeraushub für die künftige Straße erfolgt. "Ein Grundstück ist verkauft, für drei weitere gibt es lose Reservierungen", sagte Jens Heinrich von der Taff-Haus im September. 

Grundstücksgrößen zwischen knapp 500 und 750 Quadratmetern lockten vor allem junge Familien zum Beratungsgespräch. Bis zum Jahreswechsel wurde auch an der Erschließung gearbeitet. Doch seit Tagen ist erstmal wieder Ruhe. Vor allem fehlt es an Unterlagen. 

Zum Wegerecht und zum Wasserrecht wartet die Stadt als Baubehörde noch auf Zuarbeiten, so Tilo Hönicke.  Bis Ende September 2019 sollte die künftige Straße bereits fertiggestellt sein, inklusive der Medien, hatte es geheißen. Noch im Vorjahr, so die Hoffnung, hätte Baustart für die ersten Eigenheime sein sollen.

Kenner bezeichnen das Gelände als schöne Wohngegend. Die unmittelbare Nähe zur Röder sollte niemanden abschrecken. Etwa ein Hektar entlang der Röder bleibt ein Grünzug als Hochwasserschutz erhalten, berechnet nach dem hundertjährigen Hochwasserhöchststand. Er ist zusätzlicher Lebensraum zum Spielen und Ausruhen. Ursprünglich war auch eine Gemeinschaftswiese geplant. 

Zur leerstehenden Villa gibt es noch keine Aussagen. Der gründerzeitliche Bau ist nach wie vor in erbärmlichem Zustand. 1880 errichtet, steht die Villa unter Schutz. Eigentümer ist die K&S-Immobiliengruppe. Die Taff-Haus GmbH konzentriert sich nur auf die Eigenheimsiedlung. 

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