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Schon manche Idee in der Neißestadt verwirklicht

Im Hotel „Börse“ am Untermarkt lud das Lichtel gestern ein, ein weiteres Adventstürchen zu öffnen.

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Von Frank Fischer

Im Herzen der historischen Altstadt, vor dem Hotel „Börse“ auf dem Untermarkt, öffnete sich gestern das 16. Türchen des Görlitzer Adventskalenders. Zur Eröffnung begrüßten Mädchen und Jungen des Kindergartens „Fröbel“ aus der Nikolaivorstadt mit ihren Weihnachtsliedern die vielen Besucher. Danach hatte der unsterbliche Geist des Hotels im schwarzen Gewand seinen Auftritt. Matthias Lietzmann wusste humorvoll und spannend über die lange Geschichte des Hauses zu erzählen. Im Mittelalter hatte es als Handelshaus einen bedeutenden Namen, und es diente schon mal als Börse. Zu DDR-Zeiten war der Untermarkt 16 ein Verwaltungsgebäude für den Rat der Stadt Görlitz. Hier wurde geheiratet und auch geschieden. Nach der Wende blieb es von einem längeren Dornröschenschlaf verschont und wurde im August 2003 von Georg Rittmannsperger wieder wachgeküsst. Da begannen nämlich die Umbauarbeiten zu einem Hotel, die im Mai 2004 abgeschlossen waren.

Der Bauherr lernte die Stadt Görlitz mit seinen Eltern im August 1998 kennen. „Ein Fernsehbericht hatte uns auf die östlichste Stadt Deutschlands neugierig gemacht“, erinnert sich Georg Rittmannsperger. Vor Ort stellte er fest, dass der Filmbericht nicht zu viel versprochen hatte. Nach der Sanierung der Herberge zum sechsten Gebot, schräg gegenüber, sollte drei Jahre später im Herzen der Altstadt auch ein repräsentatives Hotel entstehen. Mit seinen 15 Zimmern auf drei Etagen ist es längst zu einer gefragten Adresse für Touristen aus aller Welt geworden. Georg Rittmannsperger will mit seiner Partnerin und den beiden Kindern nicht mehr weg von Görlitz. „Ich habe hier so manche Idee verwirklichen können und nie bereut, für die Entwicklung der Stadt meinen Beitrag geleistet zu haben.“