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Schon sechs Verkehrstote in diesem Jahr

Die Zahl der Unfälle auf den Straßen im Landkreis Görlitz geht zwar zurück. Aber Schwerpunkte wie B 6 und B 115 bleiben.

Das weiße Fahrrad an der James-von-Moltke-Straße in Görlitz erinnert an einen tragischen Unfall, der für den Fahrradfahrer tödlich ausging.
Das weiße Fahrrad an der James-von-Moltke-Straße in Görlitz erinnert an einen tragischen Unfall, der für den Fahrradfahrer tödlich ausging. ©  Nikolai Schmidt

Das weiße Fahrrad an der Görlitzer James-von-Moltke Straße steht als Erinnerung da. Es war Anfang September 2017 an einem Nachmittag. Eine 20-Jährige war mit ihrem Auto auf der Schützenstraße unterwegs. Sie kam aus der Richtung Dr.-Kahlbaum-Allee und wollte auf den Mühlweg einbiegen.Die Ampel zeigte grün. Aber die Autofahrerin übersah einen Radfahrer im Gegenverkehr. Der folgende Zusammenstoß endete für ihn tödlich.

Und auch dieses Jahr gab bereits einen tragischen Unfall in dieser Stadtgegend: Ein 87-jähriger Fußgänger wurde beim Überqueren der Moltkestraße von einem Auto erfasst. Der Mann starb im Krankenhaus.

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Zwei tragische Fälle. Aber laut Statistik ist der Straßenverkehr im Landkreis Görlitz in den vergangenen Jahren sicherer geworden. Laut Statistischem Landesamt in Kamenz wurden im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017 über fünf Prozent weniger Unfälle mit Personenschaden und 8,5 Prozent weniger Verunglückte von der Polizei registriert. Ganz anders sieht das etwa im Nachbarlandkreis Bautzen aus: Dort verunglückten im vergangenen Jahr 22 Verkehrsteilnehmer tödlich, zehn mehr als im Jahr zuvor. Das ist der höchste Wert im Vergleich der sächsischen Landkreise und der kreisfreien Städte. Die Unfallschwerpunkte im Landkreis sind seit Jahren die gleichen: die B 99 zwischen Weinhübel und der Innenstadt, die B 6 Richtung Norden beziehungsweise dann die B 115, die Reichenbacher Straße zwischen der Innenstadt und der Auffahrt zur B6. Im Landkreis Görlitz gab es zwischen Januar und April dieses Jahres 175 Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen. In 128 Fällen erfasste die Polizei schwerwiegende Sachschäden. Neben den Unfällen unter Drogen- und Alkoholeinfluss wurden 1 992 Unfälle aufgenommen. Davon waren die meisten innerhalb von Ortschaften geschehen: 1 371. Ob innerhalb oder außerhalb von Gemeinden, die Zahl der Schwerverletzten blieb mit jeweils 25 gleich.

© SZ-Grafik

Mehr Leichtverletzte wurden hingegen in den ersten Monaten des Jahres registriert. Insgesamt waren es 187, innerhalb der Kommunen 116. Die Zahl der schwerwiegenden Unfälle, mit Sachschaden, lag im Kreis zwischen Januar und April bei 71 innerhalb von Ortschaften, außerhalb bei 57. Laut Polizei sind die Hauptunfallursachen Vorfahrtsfehler. Danach kommen ein zu geringer Abstand zum Vordermann, nicht angepasste Geschwindigkeit, Fehler beim Abbiegen falsches Überholen, Alkohol.

Generell liegt der Landkreis Görlitz damit im sachsenweiten Trend. Die Polizei hat im Freistaat 2018 insgesamt 107 284 Straßenverkehrsunfälle registriert und damit 2,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Eine deutliche Erhöhung um 4,5 Prozent auf 13 842 gab es bei den Unfällen mit Personenschaden. Dabei mussten 198 getötete Personen registriert werden, das waren 51 mehr als im Jahr zuvor und so viele, wie seit dem Jahr 2012 nicht mehr. Auch die Zahl der Schwer- und Leichtverletzten stieg um jeweils vier Prozent auf 4 158 und 13 375 Personen.

Zum Vergleich: Im Nachbarlandkreis Bautzen gab es Anfang des Jahres bis April elf Unfälle, die auf Drogen zurückzuführen waren. Die Zahl der Schwerverletzten lag etwas höher als im Kreis Görlitz bei 84. Allerdings wurden im Kreis Bautzen mehr Personen außerhalb von Ortschaften bei Unfällen verletzt, dagegen aber mehr leicht innerhalb von Ortschaften.

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