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Schon zu HO-Zeiten Schuhe verkauft

Obwohl es in Bautzen so viele Schuhgeschäfte gibt, kommen etliche Bautzener treu zu Isolde Spittang nach Schirgiswalde. „Das kommt daher, weil wir so nett und freundlich sind“, vermutet die Inhaberin der „Schuh- und Lederwaren“ in der Hauptstraße.

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Von Carmen Schumann

Obwohl es in Bautzen so viele Schuhgeschäfte gibt, kommen etliche Bautzener treu zu Isolde Spittang nach Schirgiswalde. „Das kommt daher, weil wir so nett und freundlich sind“, vermutet die Inhaberin der „Schuh- und Lederwaren“ in der Hauptstraße. Und sie fügt hinzu: „Natürlich versuchen wir auch, unseren Kunden so weit wie möglich entgegenzukommen.“ So besorgt sie auf Wunsch Über- und Untergrößen sowie Schuhe in besonderen Weiten. „Gerade die Bewohner des Altersheimes haben spezielle Probleme mit ihren Füßen, auf die wir eingehen.“ In besonderen Fällen gibt sie Schuhe zum Anprobieren auch mal außer Haus mit. Ihr besonderer Vorteil sei, so Isolde Spittang, dass sie schon so lange in Schirgiswalde Schuhe verkauft. Dadurch kennt sie die meisten Kunden und ihre Bedürfnisse sehr gut. „Seit 1960 bin ich Verkäuferin“, erzählt sie. „Damals fing ich bei der HO im Lebensmittelgeschäft an.“ Das befand sich genau dort, wo heute ihr Schuhgeschäft ist. Doch Fußbekleidung verkauft Isolde Spittang nun schon seit 1968. Zu der Zeit eröffnete nämlich die HO einen Schuh- und Lederwarenladen am Obermarkt, dort, wo sich heute die „Schirgiswalder Marktstuben“ befinden.

Nach der Wende wagte die Schirgiswalderin dann den Sprung in die Selbstständigkeit und sie zog wieder zurück in die Hauptstraße. „Ein bissel Bammel hatte ich schon davor, auf eigenen Füßen zu stehen.“ Doch ihre Mitstreiterin aus HO-Zeiten, Regina Tauer, die nebenan ein Miederwarengeschäft eröffnet hatte, habe sie bestärkt.

Natürlich sieht sie die erhöhte Mehrwertsteuer mit etwas mulmigen Gefühlen auf sich zukommen. „Ich kann nur hoffen, dass es nicht noch schlechter wird, zumal man ja jetzt schon merkt, dass die Leute nicht so viel Geld haben.“ Besonders spürbar sei das bei Kinderschuhen. Da die Kleinen ja so schnell rauswachsen, holten sich die Eltern das Schuhwerk für sie doch eher bei den großen Ketten. „Doch wir setzen auf Qualität und somit hauptsächlich auf Markenschuhe“, erläutert Isolde Spittang.

Hinter dem Wörtchen „Wir“ verbirgt sich übrigens ihre Schwiegertochter Kerstin Spittang. „Wir wechseln uns ab – mal stehe ich vormittags im Laden, mal sie“, erklärt die Geschäftsfrau.