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Schostakowitsch-Tage abgesagt

2020 fällt dieser kultureller Höhepunkt in der Sächsischen Schweiz wegen Corona aus. Die Musik des Meisters kommt auf anderem Weg zu den Zuhörern.

Ein Bild aus besseren Tagen. Der Pianist Peter Rösel bei den Internationalen Schostakowitsch-Tagen 2016.
Ein Bild aus besseren Tagen. Der Pianist Peter Rösel bei den Internationalen Schostakowitsch-Tagen 2016. © dpa-Zentralbild

Innerhalb eines Jahrzehnts haben sich die Internationalen Schostakowitsch-Tage in Gohrisch in der Sächsischen Schweiz zu einem kulturellen Höhepunkt entwickelt. Dort, wo der russische Komponist Dmitri Schostakowitsch 1960 und 1972 zweimal weilte und sein achtes Streichquartett c-Moll schuf, wird es aber dieses Jahr kein Musikfestival geben. Wie der Veranstalter mitteilt, fällt die für Anfang Juli geplante Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie aus. 

Eine Einhaltung der aktuellen Abstands- und Hygienevorgaben sei in der Konzertscheune Gohrisch nicht möglich, hieß es zur Begründung. "Eine Verschiebung des Festivals in den Herbst ist aufgrund der in diesem Zeitraum herrschenden Witterungsverhältnisse und der anhaltenden Corona-Situation ebenfalls zu ungewiss", sagte Tobias Niederschlag, Künstlerischer Leiter der Internationalen Schostakowitsch-Tage Gohrisch.

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Lecker in Sicht
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Im Seidnitz Center Dresden sind zum Jahresende 2021 Veränderungen geplant. Es soll ein neuer Foodcourt entstehen. Kunden dürfen noch mitbestimmen.

Im vergangenen Jahr kamen an dem verlängerten Wochenende 4.000 Gäste, damit war das Festival ausverkauft. Laut den Veranstaltern haben nun  viele der für dieses Jahr angekündigten Künstler signalisiert, auch im nächsten Jahr nach Gohrisch kommen zu wollen. Man gehe davon aus, wesentliche Teile des geplanten Programms 2021 nachholen zu können. 

Ganz verzichten müssen aber die Musikliebhaber nicht auf Schostakowitschs Musik. "Wir arbeiten mit Hochdruck an einem virtuellen Alternativprogramm, das wir in der Zeit vom 2. bis 5. Juli 2020 anbieten wollen, darunter der Stream eines Klavierrezitals mit neun der ursprünglich geplanten zehn Uraufführungen", sagte Niederschlag weiter. Details hierzu würden in den kommenden Wochen bekanntgegeben.

Der Preis bereits erworbener Festivalpässe und Einzelkarten werde rückerstattet. Dazu müssen sich Kunden unter Angabe ihrer Kundennummer, Anschrift und Bankverbindung per Mail oder telefonisch an die Festivalkultur Sächsische Schweiz FEKUSS gGmbH wenden. Es gibt auch die Möglichkeit, das für Tickets bezahlte Geld in eine Spende umzuwandeln, um das Festival zu unterstützen. Dafür gibt es eine entsprechende Spendenbescheinigung für das Finanzamt. (SZ)

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