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Schrott sammeln für die Kulturschule

Mit dem Erlös sollen das Gebäude weiter modernisiert und das Areal ringsherum neu gestaltet werden. Dort gibt es noch einiges zu tun.

An der und um die Kulturschule Schrebitz sind einige Veränderungen geplant. Zur Finanzierung der Vorhaben will der Heimatverein beitragen.
An der und um die Kulturschule Schrebitz sind einige Veränderungen geplant. Zur Finanzierung der Vorhaben will der Heimatverein beitragen. © Dietmar Thomas

Schrebitz. Im Hof der Schrebitzer Kulturschule türmen sich alte Eimer, Kannen, Kuchenbleche und Stangen. Doch der Schrottberg ist noch viel zu klein.

Die Mitglieder des Heimatvereins hoffen, dass der Berg Anfang September um einiges wächst. Denn sie haben in dem Gebäude und im Außengelände noch viel vor. Der Erlös aus der Schrottsammlung soll zur Finanzierung der Projekte beitragen. Denn die Heimatfreunde sind der Gemeinde Ostrau für die Unterstützung beim Erhalt und der Weiterentwicklung des Areals dankbar, wollen aber auch selbst zur Finanzierung der Vorhaben beitragen.

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„Die Fenster in der oberen Etage sind schon ausgetauscht. Auch unten ist das dringend nötig“, sagt die Vorsitzende des Schrebitzer Heimatvereins Birgit Müller. Acht Stück sollen als Nächstes ersetzt werden. Die Fassade hat Risse und ist an der Wetterseite ergraut. Auch dort besteht Handlungsbedarf.

Heimatvereins-Vorsitzende Birgit Müller ruft zu einer Schrottsammlung auf.
Heimatvereins-Vorsitzende Birgit Müller ruft zu einer Schrottsammlung auf. © Dietmar Thomas

Die größten Veränderungen sind aber im Außengelände vorgesehen. Die unebene Schotterfläche auf der rechten Seite der Kulturschule soll mit Bitumen befestigt und ringsherum mit Pflaster angeglichen werden. Am Rand wird es einen grünen Bereich geben. „Dort werden immergüne Pflanzen gesetzt. Das erspart uns einige Arbeit“, meint die Vereinsvorsitzende.

Arbeit hat der Verein mehr als genug. „Wir nutzen in der Kulturschule 850 Quadratmeter. Davon verteilen sich 650 Quadratmeter auf 13 Zimmer mit Ausstellungen“, so Birgit Müller. Die müssen nicht nur sauber gehalten, sondern dort auch regelmäßig 53 Fenster geputzt werden. Von den 26 Mitgliedern haben etwa 15 mehr oder weniger regelmäßig Zeit, mit anzupacken. „Es ist schwer, Menschen dafür zu begeistern, Historisches für die Nachwelt zu erhalten“, meint Birgit Müller. Deshalb gerät das eine oder andere auch mal ins Hintertreffen. Wie das grüne Klassenzimmer. Das kann zurzeit nicht bewirtschaftet werden.

Die Heimatfreunde konzentrieren sich zurzeit auf die anderen Freiflächen. Wolfgang Müller baut eine Mühle. Die alte im Bereich, auf dem im Winter der Märchenwald aufgebaut ist, steht recht wackelig auf ihrem Sockel. Auch die dortige Hütte soll abgerissen werden. „Stattdessen wollen wir die kleinere der beiden Buden, die jetzt gegenüber dem Eingang stehen, auf der Wiese als Hexenhaus integrieren“, sagt die Vereinsvorsitzende.

Zurzeit wird auch das Erich-Weinert-Denkmal, an dem früher die Fahnenappelle der Schule stattfanden, zurückgebaut. Das eigentliche Denkmal haben die Heimatfreunde eingelagert. Der Sockel wird komplett entfernt.

Noch keine endgültige Lösung gibt es dagegen für den Hof, auf dem der Schrott lagert. Er ist leicht abschüssig, und bei stärkerem Regen schießt dort das Wasser hinab. Eine Querrinne soll dieses künftig ableiten. Doch auch dort wünschen sich die Heimatfreunde einen anderen Belag als die derzeitige Schotterdecke.

Schrottsammlung: 7. September, ab 9 Uhr wird Misch- oder Gussschrott an der Kulturschule Schrebitz entgegengenommen.

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