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Schuhkunst hängt am Blauen Wunder

Autofahrer und Passanten wundern sich über herrenlose Schuhe am Blauen Wunder. Die hängen fest verschnürt an mehreren Straßenlaternen im Mittelteil zwischen den Bögen der Brücke. Wer die Schuhe dort hinterlassen hat, ist unklar.

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Autofahrer und Passanten wundern sich über herrenlose Schuhe am Blauen Wunder. Die hängen fest verschnürt an mehreren Straßenlaternen im Mittelteil zwischen den Bögen der Brücke. Wer die Schuhe dort hinterlassen hat, ist unklar. Vermutlich sind sie eine Reaktion auf Berichte über eine ähnliche Schuhaktion in der Leipziger Innenstadt, über die die Sächsische Zeitung am Donnerstag berichtete.

Dort haben in den vergangenen Jahren unbekannte Menschen ihre Schuhe auf eine alte Stahlkonstruktion geworfen. Die diente zu DDR-Zeiten als Werbeträger. Nun hängen Turnschuhe, Lederslipper und sogar Schuhe mit Absatz an der Konstruktion. ,Shoe tossing‘ – auf Deutsch Schuhe werfen – heißt diese Art von Kunst in der Szene. Dabei werden Schuhe über Leitungen, Ampelmasten oder sonst wie geeignete Querverstrebungen in der Höhe geworfen. Beim Blauen Wunder wurde allerdings nicht geworfen. Die Schuhe sind an Stricken befestigt, die mehrmals um das Lampengestänge gewickelt sind. Inzwischen sind die Schuhe vom Blauen Wunder schon wieder entfernt worden. Stefan Kreuzer vom Verein Brückenschlag Blaues Wunder steht der Aktion skeptisch gegenüber. Er bezweifelt, ob die Schuhe Kunst sind und die Attraktivität der Brücke steigern. „Wir sind froh, wenn die Brücke in Form bleibt“, sagt er. Mit Farbe und dem Beleuchtungskonzept könne genug für deren Attraktivität getan werden, damit Touristen die Brücke bewundern. (ak)