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Schulanfang: Kurz und keimfrei

Am Sonnabend haben die Erstklässler ihren großen Tag. Doch wie sieht eine Feier trotz Corona in den Schulen von Löbau bis Zittau aus?

Zuckertüten gibt es am kommenden Sonnabend - und eine kleine Feier auch, Corona hin oder her.
Zuckertüten gibt es am kommenden Sonnabend - und eine kleine Feier auch, Corona hin oder her. ©  dpa/Symbolbild

Eigentlich hatten die Lehrer der Grundschule am Löbauer Berg gehofft, dass nach den Ferien vieles einfacher wird - coronatechnisch zumindest. Doch Schulleiterin Ortrun Kurth muss mit ihrem Kollegium nun doch den Schulanfang unter besonderen Bedingungen feiern. Aber feiern, das betont sie, werde man mit den neuen Erstklässlern. Was sie dabei am meisten schmerzt: "Wir müssen natürlich die Teilnehmerzahl begrenzen, konnten nur Eltern und Geschwister zulassen - die Großeltern eben nicht und das tut mir als Omi schon sehr weh", sagt sie.

Versammeln werden sich die beiden neuen Klassen jeweils einzeln in der Turnhalle der Löbauer Pestalozzi-Oberschule am Sonnabendnachmittag. Ein großes Programm - wie sonst üblich von den größeren Grundschülern - wird es diesmal aber eben nicht geben. "Vielleicht sagen zwei Kinder noch ein Gedicht auf", zieht Frau Kurth in Erwägung. Wie man genau alles gestaltet, das wird tatsächlich erst in den letzten Tagen festgezurrt. Klar ist aber definitiv, dass die Übergabe der Zuckertüte den größten Raum und die meiste Zeit einnehmen wird. "Wir werden das so schön und so schnuggelig machen, wie es geht", umschreibt die Schulleiterin. Schließlich sollen sich die Kinder später mal nicht nur an Corona, Desinfektionsmittel und Abstandsregelungen erinnern.

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Mundschutz und Akkordeon-Orchester

So oder so ähnlich halten es viele Grundschulen: Sie versuchen trotz der Einschränkungen das Beste draus zu machen. Gordon Alisch, Schulleiter der Olbersdorfer Emil-Ufer-Grundschule, hat mit seinem Kollegium auch schon einiges vorbereitet: So fahren - wie immer - die Schulanfänger am Sonnabendvormittag mit einer kleinen Bahn vor der Schule vor und werden dann zur Feier in die Turnhalle geleitet. "Wir haben zwei Klassen und damit zwei getrennte Termine", betont der Schulleiter. Pro Familie sind fünf Personen zur Feier zugelassen - da können je nach Wunsch Oma, Opa, Geschwister oder Tanten mitkommen. Bis sie ihren Platz in der Turnhalle erreicht haben, ist selbstredend Mundschutz Pflicht.

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Ein kleines Programm hat die Schule mit allen Einschränkungen auf die Beine gestellt: "Gesungen wird nicht, aber es wird Gedichtvorträge und vielleicht einen Sketch geben und das Akkordeon-Orchester wird etwas spielen", skizziert Alisch den Plan. Danach werden die Kinder in die Schule geführt - auf einem anderen Weg als die Eltern - um am Ende zum großen Finale im Schulhof zusammenzutreffen. Dort werden dann in einem großen Kreis die Zuckertüten liegen, die dann einzeln an die Kinder übergeben werden. "Jetzt hoffen wir, dass das Wetter mitspielt", sagt Alisch.

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