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Schulangst und Leistungsdruck im Fokus

Im Juni dreht sich in Kamenz alles um Gesundheit und Pädagogik. Man erwartet Zuhörer und Dozenten aus nah und fern.

© Repro: SZ

Von Ina Förster

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Noch sind es gut fünf Monate bis zum ersten Kamenzer Fachtag für Gesundheit und Pädagogik. Und doch ist Michael Schiewack bereits aufgeregt, wie ein kleiner Junge, gibt er zu. Der Ergotherapeut arbeitet maßgeblich an dessen Umsetzung mit. Und seine Begeisterung dürfte sich in den nächsten Wochen sicherlich noch steigern lassen. Denn dann wird das Organisations-Team um die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB), den Kinderschutzbund mit Marita Lehmann an der Spitze, das Kinder Forum Kamenz und die anderen Ideengeber erst einmal sehen, ob ihr Plan überhaupt aufgeht. „In Kamenz haben wir nicht nur besonders glückliche Bürger, sondern auch solche mit besonderen Ideen. Ganz im Sinne eines humanistischen Menschenbildes wollen wir diese einbringen und ausbauen. Dabei möchten wir die Stadt auf dem Weg zur familienfreundlichen Kommune unterstützen“, ist man sich einig. Der Fachtag ist einmalig in der Region. Und vor allem für so eine kleine Stadt zukunftsweisend und ein ziemlich großes „Ding“, finden alle.

Er soll Leute ansprechen, die in sozialen und pädagogischen Berufen arbeiten. Also Erzieher, Lehrer, Logopäden und viele andere mehr. „Wir haben die Stadt für unsere Pläne gewinnen können, die uns beispielsweise mit der Bereitstellung des Stadttheaters hilft“, so Michael Schiewack. Jedes Jahr soll ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Gruppe in den Fokus gerückt werden. Im Jahr 2015 sind es Kinder mit und ohne Behinderungen oder besonderen Bedürfnissen. Wer den engagierten Ergotherapeuten kennt, kennt auch seine tollen Ideen auf diesem Gebiet. Vor allem in Sachen Inklusionslauf im Mai hat er sich in den letzten Jahren einen guten Ruf erarbeitet. „Als wir uns das erste Mal trafen, hätten wir nach der Zusammenkunft eigentlich schon das komplette Programm stricken können. Michael Schiewack sprüht nur so vor Ideen“, lachte auch Marlies Tietzmann von der LEB. Davon kann man jetzt profitieren. Und sich gemeinsam auf die Umsetzungs-Reise begeben. Vieles will geplant und akribisch organisiert sein. Vor allem die Besetzung der Dozenten muss stimmen. Dies scheint aber bereits gelungen. Sieben Koryphäen auf ihrem Gebiet haben ihre Zusage für den 20. Juni erteilt. Die meisten aus der unmittelbaren Region. „Das war uns auch wichtig“, so Marlies Tietzmann. Die Akzeptanz erhöht sich damit auch. Das und die Auswahl der Dozenten traf wohl in Fachkreisen bereits auf respektvolle Ver- und Bewunderung.

„Der Kamenzer Fachtag soll in erster Linie auch Fortbildungsmöglichkeit für Einrichtungen unserer Stadt sein“, sagt Marlies Tietzmann. Hier gibt es entsprechende Teilnahmebestätigungen im Anschluss. „Aber selbst Eltern sollen sich angesprochen fühlen.“ Da geht es zum Beispiel um das Thema Autismus und unbekannte Methoden und Konzepte zu dessen Behandlung in Deutschland. Oder um Mund- und Zahngesundheit unserer lieben Kleinen. Emotionale Intelligenz und aggressives Verhalten bei Kindern werden ebenso beleuchtet. Leistungsdruck und Schulangst stehen im Fokus. Zu den Vorträgen der Dozenten gibt es passende Workshops. Und am Ende eine große öffentliche Podiumsdiskussion „Wie familienfreundlich ist unsere Gesellschaft“, zu der dann auch Gäste willkommen sind, die sonst keinen Zugang zum Fachtag finden.

Doch wie wird die Sache finanziert? „Die Teilnahme am Fachtag kostet freilich einen bestimmten Obolus. Aber man kann im Vorfeld auswählen, welche Themen einen besonders interessieren und diese speziell buchen. Doch auch der gesamte Tag ist durchaus bezahlbar“, erzählt LEB-Mitarbeiterin Allyn Thiele. Zumal es einen Frühbucherrabatt bis 31. März gibt.

„Wir rechnen mal vorsichtig mit 50 Anmeldungen, glücklich machen würde uns natürlich ein volles Stadttheater“, lacht Schiewack. Die Einladungen und Flyer sind druckfrisch bis nach Dresden, Brandenburg, Sachsen-Anhalt gegangen. Und an die Werkstätten, Kitas, Tagesmütter und Schulen der Stadt. „Wir sehen den Fachtag als spannendes Experiment, das hoffentlich funktioniert“, wünscht sich nicht nur der Ergotherapeut. Für 2016 visiert man übrigens schon jetzt das Thema Pflege an.

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