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"Schulbus-Geld ist jetzt nicht das Wichtigste"

Was der Kreiselternrat Bautzen zur Rückzahlung der Beiträge sagt - und wie der sich die Rückkehr zum Schulalltag vorstellt.

Ein Bus hält am Schulzentrum in Gaußig. Das Foto entstand vor etwa einem Jahr. Zurzeit fahren kaum Schüler mit dem Bus, die Eltern müssen aber trotzdem für das Ticket bezahlen. Marcus Fuchs vom Kreiselternrat hat dazu eine klare Meinung.
Ein Bus hält am Schulzentrum in Gaußig. Das Foto entstand vor etwa einem Jahr. Zurzeit fahren kaum Schüler mit dem Bus, die Eltern müssen aber trotzdem für das Ticket bezahlen. Marcus Fuchs vom Kreiselternrat hat dazu eine klare Meinung. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Marcus Fuchs steht an der Spitze des Bautzener Kreiselternrates. SZ sprach mit ihm zum Thema Schulbus-Geld und anderen aktuellen Problemen.

Herr Fuchs, der Landkreis bucht weiter Elternbeiträge für Schulbusse ab, obwohl derzeit Tausende Kinder gar nicht in die Schule fahren können. Was sagt der Kreiselternrat dazu?

Charlotte Meentzen
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Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Das ist ein Thema, über das wir natürlich mit dem Landratsamt sprechen wollen. Uns haben dazu auch schon Proteste von Eltern erreicht. Aber das ist auch ein Thema, das mit Fingerspitzengefühl behandelt werden muss. Ich könnte mir vorstellen, dass die Ämter in diesen Tagen alle Hände voll zu tun haben. Natürlich sind wir der Meinung, dass Geld für Schulbusse, die gar nicht genutzt werden, auch zurückgezahlt werden muss.

Wann sollte das Ihrer Meinung nach geschehen?

Das Amt sagt, es muss erst das Ende der Corona-Zwangspause in den Schulen abwarten, um zu wissen, wer wie viel Geld zurückbekommt.Ich könnte mir vorstellen, dass die Rückzahlung ganz schnell möglich ist bei Schülern, die jetzt wieder in die Schule fahren können – also die der Abschlussklassen. Hier ist ja bekannt, von wann bis wann sie ihre Fahrkarte nicht nutzen konnten. Für alle anderen halte ich eine Rückzahlung im Nachgang für denkbar. Aber das ist für die meisten Eltern im Moment nicht das größte Problem.

Welches ist es dann?

Die Frage, wann ihre Kinder wieder zur Schule gehen können. Das ist auch die mit Abstand größte Sorge, die an uns als Kreiselternrat herangetragen wird. Viele Eltern sind am Limit, ihr Geduldsfaden ist kurz vorm Reißen. Sie können derzeit nicht arbeiten, um ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Viele wissen nicht mehr weiter. Sie nehmen teils enorme finanzielle Belastungen auf sich und sehen inzwischen nicht mehr ein, dass das offenbar noch eine ganze Weile so gehen soll.

Was schlägt der Kreiselternrat vor?

Wir schlagen nicht nur vor, wir fordern. Und zwar, die häusliche Lernpflicht zu beenden und den Unterricht in allen Klassenstufen wieder aufzunehmen, und zwar nicht erst schrittweise nach dem 4. Mai. Nachdem die derzeit getroffenen Maßnahmen in den ersten Corona-Wochen sicher sinnvoll waren, um eine gewisse Kontrolle zu erreichen, stellt sich die Verhältnismäßigkeit für viele Eltern nicht mehr dar. Das haben wir so auch in einem offenen Brief an das Kultusministerium, das Landesamt für Schule und Bildung sowie weitere Adressaten formuliert. Diesen Brief haben die Kreiselternräte Dresden, Bautzen und Görlitz gemeinsam verfasst.

Wie stellen sich die Elternräte den schnellen Wiedereinstieg in den Schulalltag vor?

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Indem eben nicht sofort der Alltag einkehrt, der vor Corona herrschte. Für ältere Jahrgänge, bei denen schon mehr selbstständiges Arbeiten erwartet wird, könnten sofort regelmäßige Konsultationszeiten eingerichtet werden. Da könnten die Lehrer dann schauen, ob und wie die Schüler mit dem außerschulischen Lernen zurechtkommen, und die Kinder könnten Fragen stellen. Für die jüngeren Jahrgänge könnte Unterricht in Schichten, aufgeteilt in kleine Gruppen und über die Woche verteilt, stattfinden. Dies könnte der Einstieg in wieder regelmäßigen Schulbetrieb sein.

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