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Schulbusse haben kaum Mängel, Lkws umso mehr

Seit zwei Wochen kontrollieren Kfz-Sachverständige, Verkehrspolizisten und Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörden verstärkt Schulbusse. Anlass für diese Aktion sind in der Vergangenheit bundesweit angestiegene Busunfälle.

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Seit zwei Wochen kontrollieren Kfz-Sachverständige, Verkehrspolizisten und Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörden verstärkt Schulbusse. Anlass für diese Aktion sind in der Vergangenheit bundesweit angestiegene Busunfälle. Am Donnerstag erfolgte eine solche komplexe Schulbus-Kontrolle vor der Mittelschule in Markersdorf. Die Beamten der Inspektion Verkehr/Zentrale Dienste der Polizeidirektion Görlitz fanden keine technischen Mängel, registrierten allerdings bei drei Bussen von zwei Verkehrsunternehmen einige Mängel am Rande. So waren Sanitätskästen überlagert, Fahrtenschreiberblätter nicht vollständig ausgefüllt und Nothämmer nicht vorhanden.

Am Grenzübergang Ludwigsdorf scheiterte ein ukrainischer Lkw-Fahrer, der auf seinem Fahrzeug Bretter geladen hatte, an der technischen Kontrolle durch Beamte der gemeinsamen Kontrollgruppe Technik (BGS und Autobahnpolizei). Von außen gut sichtbar wölbte sich bereits die Plane, weil einige Bretter während der Fahrt verrutscht waren. Allerdings war es nicht nur die Ladungssicherung, die bemängelt wurde. Neben Verstößen gegen Lenk- und Ruhezeiten war in erster Linie der technische Zustand des Sattelaufliegers katastrophal. Die Mängelliste reichte dieses Mal von gerissenen Felgen, verölten Bremstrommeln, fehlendem Bremsventil bis hin zu einem Luftkessel, der nur noch an Schläuchen hing. Dem Gutachter blieb nur noch, die Verkehrsunsicherheit festzustellen. Der Auflieger blieb stehen. Wegen des Brummifahrers allerdings mussten die Kontrollbeamten gleich mehrmals das Papier in die Schreibmaschine einspannen: Jeder Verstoß bedingt nunmal eine eigene Anzeige . . . (rs/me)