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Schule bekommt wieder einen Balkon

Bei der Sanierung in Laubusch wird aufs Detail geachtet. Weitere Aufträge sind vergeben.

Das ist der Eingang zur Schule am Laubuscher Markt auf der Vorderseite. Im Zuge der Sanierung wird hier nach historischem Vorbild ein Balkon errichtet.
Das ist der Eingang zur Schule am Laubuscher Markt auf der Vorderseite. Im Zuge der Sanierung wird hier nach historischem Vorbild ein Balkon errichtet. © Foto: Ralf Grunert

Laubusch. Bei der Ende letzten Jahres gestarteten Sanierung der Grundschule am Laubuscher Markt fällt es der Stadt Lauta schwer, im Kostenlimit zu bleiben. Das war auch bei den vom Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossenen Auftragsvergaben nicht anders. Knapp 465.000 Euro waren für Fassadenarbeiten, Natursteinarbeiten im Innern und am Sockel des Gebäudekomplexes sowie für die Balkon-Rekonstruktion laut Kostenberechnung der Planer vorgesehen. Unterm Strich wurden es 10.000 Euro mehr. „Wir wissen, dass wir bei einem Los eine Überschreitung haben. Aber in Summe bewegt sich das in einem vertretbaren Rahmen“, dies die Einschätzung von Bürgermeister Frank Lehmann.

Während bei Natursteinarbeiten und beim Balkonbau gespart wurde, lag der günstigste Bieter beim Los Fassadenarbeiten gut 30.000 Euro über der geplanten Summe. Zwar gab es noch einen um rund 15.000 Euro preiswerteren Bewerber. „Wir sind aber nicht sicher, ob die Firma die geforderte Leistung auch erbringen kann. Daher wurde dieser Bieter ausgeschlossen“, ließ Bauamtsleiter Wolfhardt Persicke wissen. Es fehlten die entsprechenden Referenzen aus den letzten drei Jahren. Die bei diesem Los angefallenen Mehrkosten werden teilweise von den Einsparungen bei den beiden anderen Losen kompensiert. Die Restkosten sind durch Einsparungen beim schon früher vergebenen Los zur Freianlagengestaltung gedeckt. Hier war die Stadt bei der Vergabe um 135.000 Euro unter den geplanten Kosten geblieben.

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Gesprächsbedarf in der Ratsrunde gab es noch hinsichtlich der Auftragsvergabe für die Rekonstruktion des nicht mehr vorhandenen Balkons, der ursprünglich mal auf zwei Säulen über dem Vordereingang zur Schule ruhte und nun nach historischem Vorbild aus Stahlbeton-Fertigteilen wiederhergestellt werden soll. Die Wittichenauer Firma Elster-Bau war mit ihrem Angebot immerhin um rund ein Drittel unter der Kostenschätzung geblieben. „Wir haben es uns vom Unternehmer schriftlich geben lassen, dass dieser Preis für ihn auskömmlich ist. Wir sehen keinen Grund, ihn auszuschließen, weil sein Angebot zu niedrig ist“, erklärte der Bauamtsleiter und fügte hinzu: „Von den Referenzen her ist die Firma in der Lage, das Los zu erfüllen.“

Wie weit die Angebote zuweilen auseinanderliegen, zeigten auch diese Auftragsvergaben wieder. Bei den Fassadenarbeiten war der zweitgünstigste Bieter gut 150.000 Euro teurer als die Firma aus Glauchau, die den Zuschlag erteilt bekommen hat. Beim Balkonbau war der zweitbeste Anbieter mit rund 58.500 Euro mehr als doppelt so teuer wie Elster-Bau aus Wittichenau. Sechs Firmen kamen bei den Natursteinarbeiten in die Wertung. Eine Firma aus Hörsingen in Sachsen-Anhalt machte hier mit einem Angebot von 42.134,54 Euro knapp das Rennen. Zwei Firmen wollten mehr als 100.000 Euro für diese Arbeiten haben, der teuerste Bieter 111.111,11 Euro. Hier hatten die Planer in ihrer Kostenschätzung gerade knapp 50.000 Euro vorgesehen.

Realisiert werden sollen die Fassaden- und die Natursteinarbeiten zwischen dem 11. Mai und Anfang September. Die Errichtung des Balkons ist zwischen dem 21. Juli und dem 10. August vorgesehen, so der Zeitplan laut Beschlussvorlagen.

So sah die schönste Schule Schlesiens bei ihrer Fertigstellung im Jahr 1923 aus. Gut zu erkennen ist der Balkon über dem Vordereingang.
So sah die schönste Schule Schlesiens bei ihrer Fertigstellung im Jahr 1923 aus. Gut zu erkennen ist der Balkon über dem Vordereingang. © Foto: Sammlung Heimatverein Laubusch

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