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Schule kann noch auf Fördermittel hoffen

Der Diera-Zehrener Bürgermeister Friedmar Haufe (parteilos) erhält in der nächsten Woche Post aus Dresden. Absender ist das sächsische Kultusministerium. Es wird dann seine endgültige Entscheidung zu den Fördermitteln für die Außensanierung der Grundschule Zadel abgeben.

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Der Diera-Zehrener Bürgermeister Friedmar Haufe (parteilos) erhält in der nächsten Woche Post aus Dresden. Absender ist das sächsische Kultusministerium. Es wird dann seine endgültige Entscheidung zu den Fördermitteln für die Außensanierung der Grundschule Zadel abgeben.

Das Ministerium hatte im vergangenen Jahr den Antrag darauf noch abgelehnt. Haufe ging in Widerspruch und schrieb einen gepfefferten Brief in die Landeshauptstadt. Darin äußerte er sich tief enttäuscht über die Bildungspolitik in Sachsen.

„Aber ich habe Hoffnung, dass doch noch die Vernunft siegt“, sagt Haufe. Immerhin sei die Geburtenrate in seiner Gemeinde steigend und würden Familien von außerhalb hierher ziehen. – Das Kultusministerium hatte seine erste Ablehnung damit begründet, dass im vergangenen Jahr nur 13 Kinder im rechtselbischen Gemeindegebiet geboren wurden. 15 ist aber die geforderte Mindestzahl für eine Schulanfängerklasse. Darum sei der Schulstandort nicht sicher.

Zumindest von diesem Argument scheinen die Verantwortlichen im Kultusministerium abzuweichen. Auf Nachfrage der SZ heißt es in einem Antwortschreiben: „Am Standort Zadel werden absehbar in den Eingangsklassenstufen die Mindestschülerzahlen erreicht. Für die Schule besteht unter dieser Voraussetzung ein öffentliches Bedürfnis.“ Es gäbe keine Absichten, die Grundschule Zadel zu schließen.

Für Haufe ist dies ein gute Nachricht. Er ist sicher, dass nun die Fördermittel fließen, auch wenn das Kultus in seinen Äußerungen noch zurückhaltend ist. „Über den Widerspruch wurde noch nicht abschließend entschieden“, so Pressesprecherin Annett Pabst.

Für 150000 Euro möchte die Gemeinde die Fassade der Grundschule Zadel sanieren und die Heizung von Öl auf Erdgas umstellen lassen. Die Hälfe von dieser Summe soll der Freistaat fördern. Jörg Richter