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Schule: Maske oder nicht Maske?

Am Montag beginnt auch in der Region Radeberg wieder die Schule. Doch was erwartet die Schüler dort?

Im Unterricht müssen keine Masken getragen werden. Die genauen Regelungen sind jedoch oft unterschiedlich.
Im Unterricht müssen keine Masken getragen werden. Die genauen Regelungen sind jedoch oft unterschiedlich. © Marijan Murat/dpa

Am Montag geht es für Sachsens Schüler wieder los. Nicht daheim vor dem Computer oder im Homeschooling, sondern ganz klassisch, im gewohnten Klassenverband, in den Klassenräumen. Doch bereits jetzt steht fest: Es wird ein ganz anderes, ein spezielles Schuljahr werden. Davon sind Pädagogen wie Schüler überzeugt. Denn Corona wird den Schulalltag prägen. Die Schüler sollen wie gewohnt in ihren Klassen und Kursen unterrichtet werden, so hatte es Sachsens Kulturminister Christian Piwarz (CDU) jüngst angekündigt. Schulleitungen haben einen Ermessensspielraum, können beispielsweise selbst entscheiden, wann und wo die Maske zu tragen ist. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Maskenpflicht

Die Regelungen sind durchaus unterschiedlich: In der Ludwig-Richter-Oberschule müssen die Masken auf dem Schulgelände getragen werden, im Gebäude selbst auch, nur im Unterricht gilt Maskenfreiheit. Im Beruflichen Schulzentrum empfiehlt man Schülern wie Pädagogen das Tragen einer Maske. In der Grundschule Stadtmitte sollen Masken im Unterricht nur getragen werden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Im Schulgebäude selbst herrscht Maskenpflicht. In der Ullersdorfer Grundschule gibt es für die Kinder weder im Gebäude noch auf dem Schulgelände eine Maskenpflicht.

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Erkältung oder Covid-19?

Das sich im bevorstehenden Herbst auch wieder die Erkältungskrankheiten häufen werden, ist den Verantwortlichen in den Schulen klar. In diesen Fällen müsse man aber mit dem gesunden Menschenverstand an diese Dinge herangehen, erklärt Susanne Krohn, Schulleiterin der Grundschule Stadtmitte. Man müsse da in Einzelfällen abwägen, rate aber von einem Schulbesuch ab. Einen Corona-Test könne man als Schule, so Peggy May, Schulleiterin der Ludwig-Richter-Schule, ohnedies nicht anordnen.

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So funktioniert der Start

Schuleinführungsfeiern werden zu Beginn des neuen Schuljahres in den Radeberger Bildungseinrichtungen entweder ganz ausfallen oder nur in kleinem Rahmen durchgeführt. In der Ullersdorfer Grundschule plant man die Begrüßungsfeier für die Erstklässler auf dem Schulgelände, mit wenigen Besuchern und einem „Mini-Unterhaltungsprogramm“, so Schulleiterin Verena Schmidt. In den anderen Schulen Radebergs startet man das neue Schuljahr mit einer kurzen Begrüßung der Schüler. Besonders wichtig: Gibt es für Lehrpersonal wie Schüler ein Corona-Briefing, eine Art Corona-Knigge für die kommenden Monate. Was erlaubt ist, was nicht. Lehrer, die der Risikogruppe angehören, tragen im Humboldt-Gymnasium eine Maske im Unterricht. Aber man wisse natürlich, so der Schulleiter des Beruflichen Schulzentrums, Lutz Loewens, „dass es eine Menge Unwägbarkeiten in dieser Pandemie geben wird“. Da gelte es in den kommenden Wochen und Monaten, äußerst flexibel zu sein und vor allem „mit Augenmaß“ zu handeln.

Das sind die Erwartungen

Die Erwartungshaltungen an dieses neue Schuljahr schwanken bei den Schulleitern, beim Lehrpersonal zwischen vorsichtig-optimistisch bis hin zu einem „mulmigen Grundgefühl“, wie das Andreas Känner, der Schulleiter des Humboldt-Gymnasiums, schildert. Alle aber verbindet die stille Hoffnung, dass man den Schulbetrieb, den Präsenzunterricht in dieser Corona-Krise so lange als möglich durchführen, der Unterricht weitestgehend normal gestaltet werden kann. An Schulschließungen mag man nicht denken, aber das sei leider auch nicht auszuschließen, hört man von Lehrern. Niemand wisse, wie sich die Lage bis zum Winter entwickeln wird, wenn die Infektionszahlen rapide ansteigen sollten. Dennoch: „Wir vertrauen darauf, dass es schon gutgehen wird“, sagt Susanne Krohn und spricht damit für einige.

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