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Schulen brauchen Zeit und Improvisation

Es wäre unverantwortlich, die Schulen demnächst wieder für alle zu öffnen: Andrea Schawe über Unterricht in Corona-Zeiten.

SZ-Redakteurin Andrea Schawe
SZ-Redakteurin Andrea Schawe © Daniel Reinhardt/dpa/SZ

Die Unsicherheit ist groß: Wie geht es bis zum Ende des Schuljahres weiter? Wie viel Stoff wird fehlen? Was bedeutet das für die kommenden Schuljahre? Fest steht: Eine Rückkehr zur Normalität wie vor Corona wird auf absehbare Zeit nicht möglich sein. Daran müssen sich Eltern, Schüler und Lehrer gewöhnen. Sie werden wahrscheinlich auch noch im kommenden Schuljahr mit Präsenzphasen im Unterricht und Lernzeiten zu Hause leben müssen. Der Schutz der Gesundheit geht vor.

Es wäre unverantwortlich, die Schulen demnächst wieder für alle zu öffnen – auch wenn die Sehnsucht nach Normalität verständlich ist. Abstandsregeln und Hygienevorschriften können bei 28 Schülern in der Klasse nicht eingehalten werden. Ganz zu schweigen von Grundschülern, die Mundschutz tragen müssten und nicht zusammen spielen dürften. Für Schule in Corona-Zeiten gilt das Gleiche wie in allen anderen Bereichen: vorsichtig und langsam agieren, immer von Woche zu Woche denken und dabei die Infektionszahlen im Auge behalten, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.

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Um den Unterricht mit so wenig Risiko wie möglich zu organisieren, braucht es Zeit: um Lerngruppen einzuteilen, Stundenpläne in wenigen Kernfächern umzuschreiben, die Klassenräume anders zu möblieren sowie Pausen und Schulwege so zu organisieren, dass sich möglichst wenige Schüler begegnen. Ein konkreter Plan wird nur mit viel Improvisationstalent und Disziplin funktionieren.

Über das Coronavirus informieren wir Sie laufend aktuell in unserem Newsblog.

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