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Schulen ohne Leiter

In reichlich einer Woche beginnt das neue Schuljahr. Für etliche Grundschulen ohne Leiter. Das hat Konsequenzen.

Grundschulen finden keine neuen Schulleiter mehr.
Grundschulen finden keine neuen Schulleiter mehr. © Sebastian Schultz

Warum will keiner eine Schule leiten? Die Stellen für fünf Grundschulleiter im Landkreis wurden mehrfach ausgeschrieben, ohne dass es Bewerber gab. Nun steht das neue Schuljahr bevor, und das Landesamt für Schule und Bildung hat zu Notlösungen gegriffen, die wieder an anderer Stelle Löcher reißen. 

Nur eine Stelle konnte zum 1. August regulär wieder besetzt werden. Es ist die des Chefs des Schiller-Gymnasiums Pirna. Hier folgt Kristian Raum dem langjährigen Leiter Bernd Wenzel. Der hätte gern noch länger gemacht. Das Landesamt hatte schon zweimal dem inzwischen 67-Jährigen den Wunsch auf Verlängerung der Dienstzeit zugestimmt. Ein drittes Mal lehnte es ab. 

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Neu ist auch Diana Knöbel im Amt. Sie übernimmt die neue Pirnaer Grundschule Am Friedenspark. Sie war zuvor Schulleiterin der Grundschule Lohmen.

Wie lange dauert vorübergehend?

In zwei Fällen wurden Lehrer an andere Schulen geschickt, um diese nun zu leiten. Das betrifft die Grundschulen Lohmen und Sebnitz, Rosenstraße. In Lohmen ist es die Vizin der Schönfelder Grundschule, in Sebnitz ein Lehrer der zweiten Grundschule in der Stadt, der auf der Schandauer Straße. In Altenberg hat der Vize der Schule die Leitung übernommen. Die Leiterin der Berggießhübler Grundschule ist nun auch die der Liebstädter.

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Die Rede ist jeweils von vorübergehendem Einsatz, wobei niemand weiß, wie lange vorübergehend dauert. Es wird allgemein befürchtet, dass diese Lösungen jetzt länger bestehen bleiben, als es für alle Betroffenen gut ist. Denn mit der Doppelbelastung oder dem Einsatz an anderen Schulen wird das entstandene Loch nicht gestopft, im Gegenteil, es wird größer. Während die Lohmener Stelle jetzt erstmals ausgeschrieben wurde, wird für alle anderen Stellen zum Teil schon länger Ersatz gesucht.

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