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Schulessen: Eltern wollen mitreden

Die Stadt muss über die neuen Lieferanten fürs Essen an ihren Kitas und Schulen entscheiden. Der Familienrat will dabei sein. Doch das ist nicht vorgesehen.

Bautzens Stadtfamilienrat will bei der Entscheidung über die künftigen Lieferanten fürs Essen an den kommunalen Kindertageseinrichtungen und Schulen ein gewichtiges Wörtchen mitreden. In einem Brief an die Stadtverwaltung hat das Gremium die Forderung aufgestellt, bei der Auswertung der Bewerbungsunterlagen mitwirken zu wollen. Der Entscheidungsprozess dürfe nicht ohne die Beteiligung der Eltern stattfinden, so die Argumentation. Auch die Eltern- und Schülervertreter der beiden Gymnasien hätten deshalb ein ähnliches Schreiben an die Stadt gesendet.

Die Stadtverwaltung steht diesem Ansinnen allerdings eher abweisend gegenüber. Noch bis zum Donnerstag haben Anbieter Zeit, für die Belieferung der Einrichtungen ihre Unterlagen im Rathaus abzugeben. Gegenwärtig seien knapp zehn Lieferanten im Rennen, hieß es Ende der vergangenen Woche. Aus den Bewerbern will die Stadt dann bis Mitte Mai die entsprechenden Lieferanten auswählen.

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„Die Auswertung erfolgt nach den Bewertungskriterien der Ausschreibung nach einem Punktesystem. Die Auswertung erfolgt durch das Fachamt“, erklärt Ilka Heilmann, bei der Stadt zuständig für Sport und Bildung. Heißt übersetzt: Auf die Mitsprache des Stadtfamilienrates wird verzichtet. Nur im Ausnahmefall könne das Gremium mit zurate gezogen werden: „Sollte sich eine Punktgleichheit ergeben, werden der Stadtfamilienrat und die Leitungen der Einrichtungen in den dann folgenden Auswahlprozess mit einbezogen.“

Die Stadt hatte die Essensversorgung für Schulen und Kitas neu ausschreiben müssen, nachdem der bisherige Anbieter Sodexo im Streit um die Preise aus dem Vertrag ausgestiegen war. Deshalb müssen nun bis zum Start des neuen Schuljahres andere Anbieter gefunden werden. (SZ/sko)