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Mit Abstand und Maske ins neue Schuljahr

Wie ist der Start in den normalen Schulbetrieb in und um Niesky gelungen? Die SZ hörte sich um.

Maskenpflicht auf dem Schulhof der Oberschule Niesky besteht nicht, denn dieser ist sehr weiträumig. Aber im Schulhaus sind die Schüler mit Maske unterwegs, nur zum Unterricht dürfen sie den Mund- und Nasenschutz abnehmen.
Maskenpflicht auf dem Schulhof der Oberschule Niesky besteht nicht, denn dieser ist sehr weiträumig. Aber im Schulhaus sind die Schüler mit Maske unterwegs, nur zum Unterricht dürfen sie den Mund- und Nasenschutz abnehmen. © Nikolai Schmidt

Die Alltagsmaske darf in keiner Schultasche fehlen. Sie gehört auch im neuen Schuljahr zur Erstausstattung jedes Schülers: ganz gleich ob ABC-Schütze oder Abiturient. Darauf wird an den Schulen sehr geachtet: dass die Maskenpflicht weiterhin dort besteht, wo es eng zugeht und viele Schüler zusammen sind. Im Vorteil ist der Schulleiter, der ein großes Schulhaus hat, wie in Mücka. Torsten Weiß sagt, dass die Flure so breit sind, dass sogar zwei Meter Abstand eingehalten werden kann. Ebenso die Klassenzimmer mit 72 Quadratmetern.   

"Wir haben die Tische weiter auseinandergerückt, auch wenn weiterhin zwei Schüler sich eine Bank teilen", berichtet Schulleiter Weiß. Wichtig ist ihm, dass sich die Kinder und Jugendlichen nicht nur regelmäßig die Hände waschen und desinfizieren, sondern dass jede Viertelstunde eine Stoßlüftung in den Klassenzimmern für einen Luftaustausch erfolgt. Dazu sind die Lehrer angewiesen. Im Unterricht und auf dem Schulhof besteht in Mücka wie an weiteren Schulen keine Maskenpflicht. 

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Nieskyer Schulhof ist groß genug

Das bestätigt Norbert Kavel als Leiter der Oberschule Niesky. Mit der Erweiterung des Schulhofes haben die Oberschüler genügend Raum, um sich an frischer Luft aufzuhalten und auch aus dem Weg gehen zu können. Aber das wollen die wenigstens. "Wir haben festgestellt, dass die Schüler froh sind, wieder in ihren Klassen zu lernen. Viele haben diese Gemeinschaft vermisst", teilt Norbert Kavel die Meinung der Lehrerschaft. So gesehen ist für ihn das neue Schuljahr "vernünftig angelaufen". 

Wer als Fremder in die Nieskyer Oberschule kommt, hat eine Maske zu tragen und sich im Sekretariat zu melden. Dort liegt ein Besucherbuch aus, wo sich derjenige mit seinen Personalien einträgt. "Das haben wir neu eingeführt, um die Übersicht zu haben, wer im Schulhaus unterwegs ist und um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können", sagt Norbert Kavel. Eine Praxis, die auch an der Kodersdorfer Oberschule und am Nieskyer Gymnasium besteht. 

Die Lehrer wandern durch die Schule, nicht die Schüler

Und noch ist etwas anders als sonst in Kodersdorf, sagt Schulleiterin Kathrin Engelmann. Die Klassen wandern weniger durch das Schulhaus. Sie bleiben in ihren Klassenzimmern -  mit der Ausnahme, wenn Unterricht in den Fachkabinetten ist. Auch auf dem Schulhof sind die Oberschüler angehalten, bei ihren Klassenkameraden zu bleiben. "Diese Einschränkungen sind uns lieber, um im Regelbetrieb zu bleiben, als wenn die Schule wieder geschlossen werden muss", betont die Leiterin der Oberschule. 

An der Grundschule im Nieskyer Ortsteil See wird weiterhin das Einbahn-Wegesystem gepflegt. Dazu musste zwar im "Glashaus" umgeräumt werden, wie Schulleiterin Steffi Miethe erzählt. Aber so kommen die rund 30 Grundschüler auf dem Weg in ihre Klassenzimmer nicht gegenseitig in unmittelbaren Kontakt. Auch zwei getrennte Ein- und Ausgänge sind geschaffen worden. Weiterhin dürfen in See die Eltern ihre Kinder nur bis zur Haustür bringen und dort auch wieder abholen. "Mit Verständnis und Rücksichtnahme, die ich bei vielen Eltern feststelle, meistern wir auch diese Hürde", ist die Schulleiterin überzeugt.    

Hygienekonzept ist der Leitfaden

Grundlage allen Handelns ist in jeder Schule das eigene Hygienekonzept. Verfasst auf der Grundlage der Sächsischen Corona-Schutzverordnung und der Allgemeinverfügung. Das Friedrich-Schleiermacher-Gymnasium hat ebenfalls ein Konzept erarbeitet. Es verpflichtet zum Händedesinfizieren und regelmäßigem Waschen, Abstand halten, die Räume zu lüften, Geräte und Oberflächen zu reinigen bis hin zur Maskenpflicht im Schulhaus und -gelände, mit Ausnahme der Unterrichtsräume. 

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Das Landesamt für Bildung, Standort Bautzen, verweist darauf, dass das Umsetzen der von den Schulen selbst erarbeiteten Konzepte in der Verantwortung der jeweiligen Schulleitung liegt. Das Landesamt selbst führt keine Kontrollen an den Schulen durch, sagt Amtssprecher Jens Drummer. 

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