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Schuljahr startet ohne christliche Montessorischule

Auch im zweiten Anlauf gelang es einem Verein nicht, Freitals erste freie Grundschule zu eröffnen.

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Von Matthias Weigel

Auch dieses Schuljahr beginnt in Freital ohne die erste freie Grundschule in der Stadt. Nach Angaben von Pfarrer Markus Beulich gebe es zwar seitens zahlreicher Eltern immer noch Interesse an einer christlichen Montessori-Grundschule. Jedoch scheitere die Eröffnung immer noch an bürokratischen Hürden und mangelnder Unterstützung der Stadt. „Nächste Woche werden wir auf einer Vorstandssitzung beraten, wie wir weiter verfahren“, sagte Beulich auf Anfrage. Noch halte man an den Plänen fest.

Seit drei Jahren arbeitet ein Verein unter dem Dach des Freitaler Kirchspiels an der Eröffnung der freien Grundschule. 2009 scheiterte der Start am fehlenden Schulgebäude. Kurz vor Schuljahresbeginn hatte die Stadt damals mitgeteilt, dass das – vertraglich bereits fixierte – Gebäude an der Egermühle im Mühlenviertel baurechtlich nicht als Schule genutzt werden dürfe. Der seit 1997 existierende Vorhaben- und Erschließungsplan für das Viertel lasse nur die Nutzung als Büros oder Wohnungen zu. Für den Verein ein herber Rückschlag – waren doch Finanzierung, immerhin um die 280000 Euro, durch die Banken gesichert und ausreichend Schulanmeldungen vorhanden.

Die Stadt aber mauert: OB Klaus Mättig (CDU) hatte dem Verein eröffnet, dass er das Projekt nicht aktiv unterstütze, da eine freie Grundschule den Bestand der sieben staatlichen Grundschulen in Freital gefährden könnte. Auch in Bezug auf den geplanten Hort der freien Schule ist die Stadt skeptisch. Mättig räumte aber ein, sich dem Vorhaben nicht prinzipiell in den Weg stellen zu wollen, solange keine Kosten für die Stadt entstünden.

www.montessorischule-freital.de