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Schullandheim Burk ist jetzt sicher und schön

Das ausgebaute Dachgeschoss bietet tolle Möglichkeiten – nicht nur für Schüler.

Von Carmen Schumann

Lena und ihr Cousin Steve wissen gar nicht, was sie zuerst ausprobieren sollen. Sie entscheiden sich für das Air-Hockey-Spiel, denn das kennen sie noch nicht. Es ist vergleichbar mit einem Tisch-Kicker-Spiel, bloß dass es hier nicht um Fußball, sondern halt um Hockey geht. Im neuen Sport- und Spielraum unterm Dach des Schullandheimes Bautzen-Burk hätten die beiden aber auch kickern können oder Billard und Tischtennis spielen. Der Raum ist groß und in freundlichen Farben gestrichen. Besucher, die das Haus von früher kennen, erkennen das gesamte Dachgeschoss kaum wieder.

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„Wir hatten dort vor zehn Jahren lauter kleine Buchten eingerichtet“, sagt Andreas Stelzmann, geschäftsführender Vorsitzender des Vereins Schullandheime. Und was das Schlimmste gewesen sei: Die provisorisch eingerichteten Räume mit den dünnen Trennwänden waren überhaupt nicht brandschutzgerecht. Nun ist die 2011 begonnene Sanierung des Schullandheimes zu Ende gegangen – gerade rechtzeitig vor Beginn der Sommersaison. 2012 war bereits der rechte Treppenflur fertig geworden. Mit dem Ende der insgesamt 300 000 Euro teuren Bauarbeiten verfügt das Schullandheim jetzt sogar noch über einen zweiten Treppenaufgang. Der ist aus Stahlblech, und das hat seinen guten Grund: Die Brandschutzbestimmungen sahen vor, dass das Schullandheim unbedingt eine Fluchttreppe bekommen musste. Regulär hätte man die außen anbauen müssen. Doch das mit der Planung der Umbauarbeiten beauftragte Architekturbüro von Karsten Ehrlich verfiel auf die Idee, die Fluchttreppe innen einzubauen. So sei ein bislang ungenutzter leerer Bereich sinnvoll ausgefüllt worden. „Mein Mitarbeiter Mirko Schierack hat an der Umsetzung so lange getüftelt, bis es perfekt war“, lobt Karsten Ehrlich. Und auch Matthias Speer freut sich sehr über das gelungene Werk – aus zweierlei Gründen. Zum einen hat er als ortsansässiger Stahlbauer die Treppe hergestellt. Zum anderen ist das heutige Schullandheim seine frühere Schule gewesen. „Bis 1969 habe ich hier die Schulbank gedrückt“, erzählt er. Hier seien nicht nur die Kinder aus Burk, sondern auch die aus Oehna sowie aus den im Stausee versunkenen Dörfern Malsitz und Nimschütz zur Schule gegangen. „Es ist top geworden – da kann man nicht meckern“, ruft Matthias Speer begeistert aus. Andreas Stelzmann vom Schullandheimverein ist natürlich stolz auf das Geschaffene: „Hier im Dachgeschoss gibt es jetzt neben dem Sportraum einen Fitness-Raum und einen Kreativraum“, zählt er auf. Zudem ist Platz für das Büro des Spielmobils und ein Gästezimmer, in dem Betreuer oder Erzieher übernachten können. Herzstück des erneuerten Dachgeschosses ist der große Mehrzweckraum, der mit einer Videowand und Scheinwerfern ausgestattet ist. Er eignet sich für Theateraufführungen gleichermaßen, wie für eine Disco oder Feiern der Dorfgemeinschaft. Und dies sei das große Plus, sagt Andreas Stelzmann. Denn gerade das letztere Angebot richtet sich an die Bewohner von Burk, ihr ehemaliges Schulhaus verstärkt zu nutzen. Die Auslastung des Schullandheimes sei nämlich gerade in den Wintermonaten nicht zufriedenstellend. In der vergangenen Woche reiste dann aber die erste Schulklasse aus Dresden an. Gerade an Brückentagen oder zu Himmelfahrt sei das Haus auch bestens für Familien geeignet, wirbt Stelzmann.