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Schulrebellen wollen private Schule

Anwälte haben die Eltern beraten. Aber das letzte Wort spricht das Kultusministerium.

Von Holger Gutte

Seifhennersdorf. Die Seifhennersdorfer Schulrebellen wollen auf rechtlich sicheren Füßen stehen: Am vergangenen Donnerstag haben sich die Eltern der zwölf Schüler der 6. Klasse der Seifhennersdorfer Oberschule zu einer Gründungsversammlung für einen Verein getroffen, der die private Schule betreiben soll. „Wir haben uns im Vorfeld mit dem Rechtsanwalt der Stadt und unseren eigenen Anwälten beraten“, sagt Andrea Urban. Ihre Tochter gehört zu den Schulrebellen der 6. Klasse, die es eigentlich nach dem Willen des Kultusministeriums nicht gibt.

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Bis Ende nächster Woche soll die Satzung stehen. Dann wird der Antrag beim Amtsgericht Zittau abgegeben. Ziel ist es, bis spätestens zu Beginn des neuen Schuljahres die private Schule betreiben zu können. Hier hoffen die Eltern auf eine schnelle Bearbeitung und Prüfung beim Kultusministerium. Das hatte ihnen dies im Vorfeld bereits angeboten. Durch die Gleichstellung von Freien und Staatlichen Schulen gibt es für die Seifhennersdorfer Eltern mehr Hoffnung für ihr Projekt. „Ohne Kredit und Spenden wird es nicht gehen. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir das schaffen können“, sagt Frau Urban.

In der vergangenen Woche haben die Eltern schon angefangen, das Klassenzimmer ihrer Kinder zu verschönern. Jetzt sind die Wände frisch gestrichen und der Parkettfußboden geschliffen.