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Schulreform wird in Stolpen diskutiert

FDP-Bildungspolitiker Norbert Bläsner spricht in der Oberschule über die neuen Regelungen. Von denen profitieren die Schüler.

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Von Katarina Lange

Welche neuen Regelungen die Schulreform mit sich bringt, darüber spricht FDP-Bildungspolitiker Norbert Bläsner bei einem Besuch an der Ludwig-Renn-Mittelschule in Stolpen. Mit Beginn des neuen Schuljahres wird der Name in Oberschule geändert. Auch das ist eine Konsequenz aus der Schulreform. Bläsner, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag, wird sich am 16. August vor Ort mit Bürgermeister Uwe Steglich (FDP) und der Schulleitung zusammensetzen. Bei dem Treffen will Norbert Bläsner die Situation an Sachsens Schulen vor Schuljahresbeginn erläutern.

Zur Oberschulreform gehören unter anderem die zweite Bildungsempfehlung nach der 6. Klasse, mehr Angebote einer zweiten Fremdsprache sowie neue Leistungsgruppen. „Auch wer nicht nach der 6. Klasse aufs Gymnasium wechselt, profitiert von diesen Verbesserungen“, sagt Bläsner. Für die zusätzlichen Angebote an den Oberschulen stellen CDU und FDP in Sachsen neun Millionen Euro vor allem für neue Lehrerstellen zur Verfügung.

Ein weiterer Baustein der neuen Oberschule ist die stärkere Berufsorientierung. „Wir müssen Haupt- und Realschüler bestmöglich auf ihr Berufsleben vorbereiten. Auch im Interesse des sächsischen Mittelstandes, der den Fachkräftemangel schon jetzt spürt“, erklärt Bläsner.

Zwei Millionen Euro sind ab 2014 für eine verbesserte Berufsorientierung an den Oberschulen vorgesehen. Von den Geldern werden an 50 Oberschulen sogenannte Praxisberater eingesetzt. Gemeinsam mit Schülern, Eltern und Lehrern erstellen sie individuelle Profile zu den Stärken des Schülers. Ab der 7. Klasse können die Schüler damit noch besser auf den Beruf oder einen anschließenden Abiturgang vorbereitet werden. Ziel der Aktion ist es, die derzeitige Quote von 28 Prozent Abbrechern in der Lehre drastisch zu verringern.