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Schusswaffen sind kein Spielzeug

Weil er Fundwaffen zu spät abgab, erhielt ein Görlitzer Bewährung. In der Berufung wurde eine Geldstrafe daraus.

Von Jens-Rüdiger Schubert

OSTRALE Biennale O19

Die zweite Biennale und 12. OSTRALE widmet sich ab dem 11. Juni bis zum 1. September dem Leitgedanken „ismus“.

Weil der 43-jährige Falk Schewe * gegen ein Urteil des Amtsgerichts in Berufung ging, wurde sein Fall jetzt erneut vor dem Görlitzer Landgericht verhandelt. Für ihn mit Erfolg: Das erste Urteil wurde aufgehoben. Das Amtsgericht hatte Schewe wegen unerlaubten Waffenbesitzes und wegen Körperverletzung zu einer Strafe von acht Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Das neue Urteil in der Berufungsverhandlung: 3 150 Euro Geldstrafe.

Die Ermittlungen wegen Waffenbesitzes wurden ausgelöst, als sich Falk Schewe nach etwa zwei Jahren selbst der Polizei offenbarte. Laut damaliger Anklage handelte es sich um eine Remington, eine Winchester und den bulgarischen Nachbau einer Kalaschnikow, die Schewe 2010 nach einem Grundstückserwerb bei der Räumung einer Scheune fand. Erst hielt er den Fund für Spielzeug, später wurde ihm klar, dass es sich um echte Waffen handelt. Erst im November 2012 ging er deshalb zur Polizei. Für die Staatsanwaltschaft blieb diese lange Verweildauer letztlich ein minderschwerer Fall von unerlaubtem Waffenbesitz.

Auch den Vorwurf, im Juni 2013 eine Körperverletzung auf einem Volksfest begangen zu haben, gab Falk Schewe zu. Das Landgericht fand eine Geldstrafe für beide Anklagen angemessen.

* Name von der Redaktion geändert

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