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Schutz vor Steinschlägen im Kirnitzschtal

Die Nationalparkverwaltung hat einen drei Meter hohen Fangzaun am Campingplatz Ostrauer Mühle errichtet. Von der Straße aus ist er kaum zu sehen.

Fangzaun oberhalb der Kirnitzschtalstraße: Hält von Wildschweinen losgetretene Steine auf.
Fangzaun oberhalb der Kirnitzschtalstraße: Hält von Wildschweinen losgetretene Steine auf. © Nationalpark

Das Kirnitzschtal ist noch ein Stück sicherer geworden. Dafür sorgt ein neu errichteter Fangzaun am Steilhang gegenüber des Campingplatz Ostrauer Mühle. Mitarbeiter einer Dresdner Fachfirma für Felssicherung haben das Bauwerk seit kurz vor Ostern im Auftrag der Nationalparkverwaltung in den Hang gezimmert. 

Drei Meter hoch ist der Fangzaun und 150 Meter lang. "Das Schönste ist, die Besucher werden ihn kaum sehen", sagt Hanspeter Mayr, Sprecher des Nationalparks. 

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Die Stützen des Zauns sind in einem dunklen Olivton gehalten und der Verlauf wurde so ins Gelände eingepasst, dass er von der Straße aus gesehen kaum auffällt. Mit dem Anspruch eines minimalen Eingriffs in die Natur ist der Nationalpark Sächsische Schweiz die Planung angegangen. 

Dabei war Eile geboten: Zuletzt war Anfang des vergangenen Winters ein abgestorbener Baumstamm aus diesem Hang bis auf die Straße gerutscht. Solche Gefährdungen sollten an dieser Stelle jetzt genauso gebannt sein, wie Steine, die – durch Wildschweine angestoßen - den Hang herunter rollen. 

Eine absolute Sicherheit wird es jedoch in den Steilhanglagen, die ja gerade den Reiz des Kirnitzschtals ausmachen, nie geben, erklärt der Nationalparksprecher. Erst Ende April hatte eine umstürzende Fichte in der Nähe des Campingplatzes eine Infotafel zertrümmert. Der Schaden ist inzwischen repariert. 

Mit der Fertigstellung des neuen Fangzauns finden die größeren Arbeiten zur Verkehrssicherung im Kirnitzschtal in diesem Jahr einen vorläufigen Abschluss. In den zurückliegenden Monaten mussten dort zahlreiche vom Borkenkäfer geschädigte Fichten gefällt werden. Die Nationalparkverwaltung rechnet jedoch damit, dass dem Borkenkäfer auch in diesem Jahr noch weitere Bäume entlang der Kirnitzschtalstraße zum Opfer fallen. 

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