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Schwanenpaar ist jetzt zu dritt

Hildegard und Karlchen haben Nachwuchs bekommen. Aber nur ein Junges hat überlebt.

Von Steffen Gerhardt

Mit einem flauschig grauen Küken ziehen jetzt Hildegard und Karlchen ihre Bahn über den Schlossteich in Deutsch Paulsdorf. Das über Markersdorf hinaus berühmte Schwanenpaar hat schon Nachwuchs bekommen. Teichpächter Kurt Klare freut sich darüber besonders, dass „es so schnell geklappt hat. Hildegard hatte zwei Eier im Nest, aber nur ein Küken hat überlebt. Das andere wurde von einem Fischreiher totgehackt“, erzählt Kurt Klare mit schwerer Stimme. Denn er hätte gern das Schwanenpaar mit zwei Jungtieren auf seinem Teich gehabt. Dennoch sind Neugierige gewarnt, sich zu weit der jungen Familie zu nähern. Ganter Karlchen bewacht wie ein Leibwächter sein neues Familienglück. Kurt Klare hatte bereits seine Not, ihn hat der Schwan auch schon in die Flucht geschlagen. „Ja, er lässt niemanden an Mutter und Kind heran. Vielleicht hängt das mit dem Tod des anderen Kükens zusammen, dass er so auf Krawall gebürstet ist“, mutmaßt der Teichpächter. Aus Erfahrung ist es ratsam, sobald Karlchen sein Gefieder aufplustert, das Weite zu suchen.

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Mit dem Nachwuchs auf dem Teich hat sich das bewahrheitet, was sich bereits vor acht Monaten abzeichnete: Es ist Liebe auf den ersten Blick. Am 8. Oktober bekam Witwe Hildegard einen neuen Mann. Denn Schwan Edgar wurde im August wahrscheinlich von Menschenhand erschlagen. Und das gemeinsame Junge, Gustav, war längst flügge geworden. Somit blieb Hildegard allein auf dem Teich. Von ihrem Schicksal las man auch im Rathaus Ronneburg und hatte eine Idee: „Bei uns schwamm auch ein Witwer auf den Teichen herum. Also setzten wir uns mit der Gemeinde Markersdorf in Verbindung und veranlassten einen Umzug unseres Karlchens“, erzählt Bauhofchef Bernd Dörfer. Er fuhr Karlchen in einer großen Plastekiste von Thüringen nach Deutsch-Paulsdorf.

Auch wenn Karlchen jetzt seine Vaterrolle mehr als Verteidiger lebt, ist Kurt Klare guter Hoffnung, dass es nicht bei diesem einen Nachwuchs bleiben wird. Am 30. Mai ist das Junge geschlüpft. Was ihm noch fehlt, ist ein Name. Zuvor muss aber noch geklärt werden, ob es ein Männchen oder Weibchen ist. Der angriffslustige Vater macht es dem Teichpächter aber nicht leicht, das festzustellen.