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Schwangere Frau abgeschoben

Neben einem Pärchen musste auch ein junger Afghane in den vergangenen Tagen Dresden verlassen. Das trifft auf Unverständnis.

(Symbolbild)
(Symbolbild) © imago images / Future Image

Dresden. In der vergangenen Woche sind drei Menschen aus Dresden abgeschoben worden. Die Fälle wurden bei Facebook heiß diskutiert. 

Bereits am Dienstag wurde eine im achten Monat schwangere Frau aus dem Wohnheim an der Gustav-Hartmann-Straße in Laubegast gemeinsam mit ihrem Freund nach Spanien geflogen. Nach SZ-Informationen stammt das Paar aus Palästina und reiste über Spanien nach Deutschland ein. Da sie in Spanien zuerst registriert wurden, mussten sie nun gemäß des Dublin-Abkommens dorthin ausreisen. Nach Informationen von Flüchtlingsrat und der Initiative "Laubegast ist Bunt", musste das Paar die erste Nacht auf der Straße verbringen, seitdem schlafen sie in einer Notunterkunft.

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Am 19. September 2021 können Besucher auch einen Blick in die Futtermeisterei im Zoo Dresden werfen.

Am Mittwoch ist mit einem 27-jährigen Afghanen eine weitere Person aus Dresden in sein Herkunftsland abgeschoben worden. Seit 2017 sind 15 Menschen aus Sachsen im Rahmen der Sammelabschiebung dorthin gebracht worden. Nach SZ-Information wurde er auf dem Weg zu einer Arbeitsstelle von der Polizei aufgehalten. Sein Asylantrag wurde abgelehnt. Er lebte seit 2015 in Dresden, ging einer regelmäßigen Arbeit nach. „Das ist ein fatales Zeichen für alle Asylbewerber: Einer, der arbeitet, wird abgeschoben“, so ein Mitglied der Initiative. Die Landesdirektion Sachsen bestätigt auf Anfrage beide Abschiebungen. Alle drei Personen seien ausreisepflichtig.

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